154. Teutonenstraße 42

 

Denkmalwertbegründung

Das Wohnhaus Teutonenstraße 42 ist bedeutend für die Geschichte des Menschen, hier für die Menschen in Lüdenscheid, da es in Architektur und Ausstattung die Lebensweise und damit die kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Zeit vor dem 1. Weltkrieg dokumentiert. Einerseits passt sich die Architektur in Größe und Material der ländlichen Umgebung an, andererseits soll aller Komfort, den modernes Wohnen bietet, vorhanden sein. Es wird deutlich, dass der Bauherr nicht repräsentieren möchte, sondern im Inneren eine wohnliche Atmosphäre schaffen möchte, die im Einklang mit einer gewissen Bescheidenheit im Äußeren steht und sich in die von Natur geprägten Landschaft einpasst. Obwohl Bruchsteinmauerwerk, Fensterläden und andere Details auf die heimische Bautradition verweisen, verrät das Gebäude insgesamt einen „überregionalen" Heimatstil, der vor dem ersten Weltkrieg in ganz Deutschland überaus populär war. Die vermeintlich dem Heimischen angepassten Häuser entsprachen einer sehr einheitlichen Vorstellung landschaftlich angepasster Baukultur.

Für die Erhaltung und Nutzung liegen wissenschaftliche, hier architekturhistorische Gründe vor, da das Haus ein typischer Vertreter der Architektur des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts und zudem in seiner äußeren Gestalt sowie in seiner Ausstattung vollständig überliefert ist.

Des Weiteren liegen für die Erhaltung und Nutzung städtebauliche Gründe vor, da das in den Wald gebaute Wohnhaus - zusammen mit der Parkstraße 97 - verdeutlicht, wie die stadtnahe, noch nicht zersiedelte Landschaft erschlossen wurde. Die Häuser wurden in lockerer Bebauung, innerhalb sehr großer Grundstücke in die Landschaft eingepasst. So sind die umstehenden Bäume und der noch heute bestehende Freiraum wichtiges Element, um die damalige Wirkung zu verstehen.

 

Historisches

Das heute zur Teutonenstraße weisende Grundstück, war früher zur Parkstraße ausgerichtet, so dass das 1910 errichtete Haus weit weg von der Straße recht einsam am bewaldeten Hang lag. Nur das 1904 vom selben Architekten errichtete Haus Parkstraße 97 (laufende Nummer 150 der Denkmalliste) befand sich in unmittelbarer Nähe.

Das Wohnhaus Teutonenstraße 42 dokumentiert in Architektur und Ausstattung die Lebensweise und damit die kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Einerseits passt sich die Architektur in Größe und Material der ländlichen Umgebung an, andererseits soll aller Komfort, den modernes Wohnen bietet, vorhanden sein. Es wird deutlich, dass der Bauherr nicht repräsentieren möchte, sondern im Inneren eine wohnliche Atmosphäre schaffen möchte, die im Einklang mit einer gewissen Bescheidenheit im Äußeren steht und sich in die von Natur geprägten Landschaft einpasst.

Obwohl Bruchsteinmauerwerk, Fensterläden und andere Details auf die heimische Bautradition verweisen, verrät das Gebäude insgesamt einen "überregionalen" Heimatstil, der vor dem ersten Weltkrieg in ganz Deutschland überaus populär war. Die vermeintlich dem Heimischen angepassten Häuser entsprachen einer sehr einheitlichen Vorstellung landschaftlich angepasster Baukultur.

Das in den Wald gebaute Wohnhaus Teutonenstraße 42 verdeutlicht zusammen mit dem Wohnhaus Parkstraße 97 , wie die stadtnahe, noch nicht zersiedelte Landschaft  in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts erschlossen wurde. Die Häuser wurden in lockerer Bebauung, innerhalb sehr großer Grundstücke in die Landschaft eingepasst. So sind die umstehenden Bäume und der noch heute bestehende Freiraum wichtiges Element, um die damalige Wirkung zu verstehen.