150. Parkstraße 97
Denkmalwertbegründung
Das 1904 von dem Architekten Wilhelm Haase errichtete Haus liegt von der Parkstraße weit zurückgesetzt inmitten von großen Bäumen. Die Ausführung des Baus verweist selbst in Kleinigkeiten auf bürgerlich, städtische Bewohner, die in Stadtnähe, aber doch im ländlichen Umfeld wohnen wollten. So ist unter anderem im Mauerwerk eine Hundehütte mit integriert. Kleinigkeiten, wie die von vornherein im aufgehenden Mauerwerk vorgesehene Hundehütte, verweisen ebenfalls auf die bürgerlich, städtischen Bewohner, die in Stadtnähe, aber doch im ländlichen Umfeld, wohnen wollten. Somit steht diese Architektur im direkten Wechselverhältnis mit den sie umgebenden Bäumen (überwiegend Rotbuchen). Für die Erhaltung und Nutzung liegen wissenschaftliche, hier architekturhistorische Gründe vor, da das Haus ein typischer Vertreter der Architektur des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts und zudem in seiner äußeren Gestalt sowie in der Ausstattung vollständig überliefert ist. Des Weiteren liegen für die Erhaltung und Nutzung städtebauliche Gründe vor, da das in den Wald gebaute Wohnhaus verdeutlicht, wie durch die Wahl der Architektur versucht wurde, die stadtnahe noch nicht zersiedelte Landschaft zu erschließen, sich andererseits bemüht, das Gebäude in die Landschaft anzupassen.
Die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Lüdenscheid unter der laufenden Nummer 150, ist am 02.06.2003 erfolgt.