145. Luisenstraße 17
Denkmalwertbegründung
Das zweiachsige, dreigeschossige Wohn- und Geschäftshaus wurde nach 1894 errichtet. Es steht traufständig und ist in die Blockrandbebauung der Luisenstraße eingebunden. Während sich im Erdgeschoss neben einem großen Schaufenster der Hauseingang befindet, weisen die beiden Obergeschosse gleichmäßig große, hochrechteckige Fensteröffnungen auf. Im Dach befinden sich in der Achse der Fenster zwei Gauben. Das Erdgeschoss ist mit einem gebändertem Putz versehen, darüber ist die Fassade klinkersichtig, nur um die Fenster sind geputzte Faschen mit Verdachungen angeordnet. Das Wohn- und Geschäftshaus ist bedeutend für Städte und Siedlungen, da es den Wandel der Straßenbebauung zeigt. Während am Kirchplatz und in der Herzogstraße noch die frühe, niedrige Bebauung vorherrscht, handelt es sich hier um eine spätere „Bauschicht“. Die Häuser werden höher. Während im Erdgeschoss Geschäfte eingerichtet wurden, führt seitlich ein Flur in den rückwärtigen Teil des Gebäudes in dem sich das Treppenhaus befindet. Arbeits- und Wohnbe-reich werden voneinander getrennt. Das Gebäude bildet mit den Nachbarhäusern eine geschlossene Häuserreihe. Für die Erhaltung und Nutzung liegen wissenschaftliche, hier architekturgeschichtliche Gründe vor, da es sich um ein gutes Beispiel für die historistische Bauweise kurz vor 1900 handelt.
Die Eintragung des gesamten Gebäudes Luisenstraße 17 in die Denkmalliste der Stadt Lüdenscheid unter der laufenden Nummer 145 ist am 02. Juni 2003 erfolgt.