137. Werdohler Straße 1 (Der Reidemeister)
Denkmalwertbegründung
Der heute verputzte und historisch dekorierte Bruchsteinbau aus dem Jahre 1758 markiert in seiner Lage die historische Torsituation Lüdenscheids in Richtung Werdohl. Das Gebäude hat offenkundig trotz einiger Umbauten wesentliche Strukturen des 18. Jahrhunderts bewahren können. In der wichtigen Phase um 1800 diente das der Lüdenscheider Führungsschicht zuzuschreibende Gebäude auch als Kontor des Drahtstapels. Damit ist das Gebäude bedeutend für die Geschichte der Stadt Lüdenscheid; für seine Erhaltung und Nutzung liegen städtebauliche, wissenschaftlich-hauskundliche und volkskundliche Gründe vor..
Historisches
Zwischenzeitlich war das Gebäude unter dem Namen "Haus des Herrn" im Voksmund bekannt. Seit der dauerhaften Nutzung als Gaststätte hat das Gebäude aufgrund seiner vorherigen Nutzung des Namen "Der Reidemeister" erhalten.
In der wichtigen Phase um 1800 diente das der Lüdenscheider Führungsschicht zuzuschreibende Gebäude auch als Kontor des Drahtstapels, der Vorrechte und Monopole für die Drahtproduktion besaß. Das Gebäude besitzt daher einen aussagekräftigen Charakter für die Geschichte der Stadt Lüdenscheid. Die Nutzung als Kontor beschränkte sich auf die Zeit von 1784 bis 1813. Das Gebäude wurde dann 1827 veräußert. Wahrscheinlich seit dieser Zeit das Gebäude als Wohn- und Wirtshaus genutzt.
Das Gebäude steht in Privateigentum ist seit dem 12. Juli 1997 unter der laufenden Nummer 137 in der Denkmalliste der Stadt Lüdenshceid verzeichnet.