Integriertes Handlungskonzept Altstadt
Die Lüdenscheider Altstadt verfügt über einen charakteristischen, unverwechselbaren historischen Stadtgrundriss mit einer weitgehend gut erhaltenen Bausubstanz aus dem 18. Jahrhundert und der Gründerzeit.
Diese baukulturell wertvolle und identitäts- sowie imageprägende Bausubstanz gilt es zu erhalten und das städtebauliche Erscheinungsbild behutsam weiterzuentwickeln. Um eine nachhaltige Stabilisierung und Aufwertung des Altstadtquartiers zu ermöglichen, wurde im Jahr 2014 mit Unterstützung der Stadtentwicklungsgesellschaft NRW (steg NRW) und der Kulturberatung Richter ein Integriertes Handlungskonzept mit dem Schwerpunkt Kultur und Bildung für die Altstadt (IHKA) erarbeitet.
Die Erarbeitung erfolgte in einem offenen Prozess unter Beteiligung von Politik, Verwaltung, lokalen Akteuren sowie Bewohnern der Altstadt. Ein Integriertes Handlungskonzept ist ein informelles Planungsinstrument, das ein konzeptionelles Vorgehen zur nachhaltigen Stabilisierung und Aufwertung eines Stadtteils beinhaltet. Es basiert auf einer umfassenden Bestandsanalyse des Gebiets, benennt Handlungsbedarfe, entwirft ein aufeinander abgestimmtes Zielsystem und gibt Handlungsempfehlungen in Form von umsetzbaren Maßnahmen. Die Ausweisung als Stadtumbaugebiet eröffnet zudem die Möglichkeit, Städtebaufördermittel zu beantragen.
Der Rat der Stadt Lüdenscheid hat das Konzept am 20.04.2015 beschlossen und ein entsprechender Förderantrag wurde bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt.
Ein wesentliches Ziel des Projekts war die Förderung von privatem Engagement und privaten Investitionen. Hierzu wurden unter anderem die Förderprogramme "Verfügungsfonds" und “Fassaden- und Hofflächenprogramm” aufgelegt. Daneben gab es eine Vielzahl öffentlicher Maßnahmen, darunter der Neubau der Musikschule an der Hochstraße / Ecke Staberger Straße, die Neugestaltung der Wilhelmstraße und der Altstadtgassen sowie die Förderung und Vernetzung der Kultureinrichtungen in der Altstadt. Detaillierte Informationen zu allen Maßnahmen finden Sie im Integrierten Handlungskonzept Altstadt und unter www.mensch-altstadt.de.
Die Umsetzung des Konzepts erfolgte unter dem Projektnamen "Mensch Altstadt". Wie schon bei der Erarbeitung des Konzepts setzte die Stadt auch bei der Umsetzung der vielfältigen Maßnahmen auf die Beteiligung der Akteure in der Altstadt, beispielsweise durch einen Altstadtbeirat und projektbezogene Arbeitsgruppen.
Um den Prozess vor Ort zu begleiten, hat die Stadt Lüdenscheid im Herbst 2016 die “S·T·E·R·N Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH” damit beauftragt, ein Quartiersmanagement in der Altstadt einzurichten. Das Altstadtbüro wurde im Januar 2017 in der Luisenstraße 19, in den ehemaligen Räumen der Metzgerei Feckter, eröffnet.
Während der Umsetzungsphase fungierte es als Ansprechpartner vor Ort und als Schnittstelle zwischen den lokalen Akteuren und der Stadtverwaltung.
Ab Mai 2022 wurde das Altstadtbüro vom Büro “Linneweber Architektur + Quartier” übernommen. Es war die erste Anlaufstelle für Bewohner, Gewerbetreibende, Immobilieneigentümer und alle weiteren Akteure im Quartier bei Fragen und Ideen aller Art. Das Team des Quartiersmanagements informierte Interessierte über die Fortschritte bei der Umsetzung des Konzepts, beispielsweise beim Umbau der Wilhelmstraße, half bei der Antragstellung für das "Fassaden- und Hofflächenprogramm" oder den "Verfügungsfonds" und unterstützte darüber hinaus bei vielen weiteren Themen.
Für die verwaltungsinterne Bearbeitung der Maßnahmen wurden die folgende Projektgruppen gebildet:
"Hochbau" (Projektleitung Gudrun Abendroth, ZGW), "Stadterneuerung, öffentliche Räume" (Karsten Koppmeier, STL) und "Kultur, Bildung und Soziales" (Projektleitung Jessica Struckmeier, Fachdienst Kultur, Museen und Archiv).
Bei Fragen zu den Themen dieser Projektgruppen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Projektgruppenleiter. Für Fragen zum Integrierten Handlungskonzept Altstadt stehen Ihnen darüber hinaus die nachfolgend genannten Mitarbeiter des Fachdiensts “Bauleitplanung und Städtebau” zur Verfügung.