Riesenbärenklau

Jedes Jahr gibt es in Lüdenscheid zahlreiche Sichtungen des Riesenbärenklaus (Heracleum mantegazzianum). Diese invasive Pflanze breitet sich vor allem entlang unserer Flussläufe und Feuchtgebiete aus und stellt eine wachsende Herausforderung für Mensch und Natur dar. Der Riesenbärenklau wächst typischerweise an Flussufern, in Bach- und Feuchtgebieten, aber auch an Straßenrändern und brachliegenden Flächen. Sein starkes Samenpotenzial und die Schwimmfähigkeit der Samen ermöglichen eine weite und schnelle Verbreitung – besonders mit Wasserströmen und über den Verkehr. Die Stadt Lüdenscheid arbeitet aktuell an einer umfassenden Strategie, um den Riesenbärenklau auf ihren Flächen langfristig einzudämmen auch wenn eine 100% Bekämpfung nahezu ausgeschlossen ist aufgrund der starken aggressiven Vermehrung.

Warum ist der Riesenbärenklau gefährlich?

Die Pflanze sondert bei Berührung einen giftigen Pflanzensaft ab, der in Kombination mit Sonnenlicht schwere Hautreaktionen hervorrufen kann – von Verbrennungen zweiten und dritten Grades bis hin zu langanhaltende Lichtempfindlichkeit. Besonders Kinder und 

Wie kann der Riesenbärenklau bekämpft werden?

  • Riesenbärenklau am besten vor der Blüte (April bis Mai) entfernen, um die Samenbildung zu verhindern.
  • Beim Entfernen immer Schutzkleidung tragen (lange Kleidung, Handschuhe, Gesichtsschutz), da die Pflanze giftige Hautreizstoffe enthält.
  • Pflanzen vollständig ausgraben oder ausstechen, die Wurzel muss etwa 10–15 cm unter der Erde komplett entfernt werden, sonst treibt die Pflanze wieder aus.
  • Abgeschnittene Pflanzen, besonders mit Blüten, nicht auf den Kompost geben.
  • Die Bekämpfung muss langfristig über mehrere Jahre erfolgen, da Samen bis zu 7 Jahre im Boden keimfähig bleiben.

Wenn in öffentlichen Bereichen größere Bestände des Riesenbärenklau auftreten, bitten wir Sie, dies auf folgender E-Mail zu melden: umwelt@luedenscheid.de