Eichenprozessionsspinner
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In den letzten Jahren ist der Eichenprozessionsspinner immer wieder in Lüdenscheid aufgetreten. Vor allem in städtischen Gebieten findet man ihn an Eichen in Parks, Alleen und auf Friedhöfen. Bevorzugt lebt der Eichenprozessionsspinner an der warmen, sonnigen Südseite von Eichen, ist aber bei starkem Befall auch an anderen Baumarten anzutreffen. Der Eichenprozessionsspinner schädigt die Wirtsbäume, indem die Raupen die Blätter fressen und die Baumgesundheit dadurch beeinträchtigt wird. Der Klimawandel mit milden Wintern und heißen, trockenen Sommern fördert die Ausbreitung und Massenvermehrung des EPS, da diese Bedingungen die Raupen begünstigen.
Schutz und Verhalten bei Sichtung
Gefährlich sind vor allem die feinen Brennhaare der Raupen, die ab dem dritten Larvenstadium gebildet werden. Diese Haare enthalten ein Gift (Thaumetopoein), das Hautreizungen, Allergien, Atembeschwerden oder Entzündungen verursachen kann – besonders bei Kindern, empfindlichen Menschen und Haustieren. Nicht nur die Raupen selbst, sondern auch die Nester und die Umgebung unter befallenen Bäumen können mit diesen Haaren kontaminiert sein.
Auf öffentlichen Grünflächen übernimmt die Stadt Lüdenscheid die Bekämpfung und Sicherung befallener Bäume. Betroffene Bereiche werden oftmals abgesperrt und behandelt, um Menschen und Tiere zu schützen.
Auf privaten Grundstücken sind Eigentümer selbst für die Maßnahmen verantwortlich. Wer den Eichenprozessionsspinner entdeckt, sollte ihn möglichst nicht berühren und bei starkem Befall Fachleute für die Entfernung beauftragen.
Für alle gilt: Berührungen der Raupen, Nester oder betroffener Bereiche vermeiden! Kinder und Haustiere besonders davor schützen. Bei Symptomen wie Hautausschlag oder Atemproblemen ärztlichen Rat einholen.
Große Vorkommen auf öffentlichen Flächen können auf folgender Mailadresse gemeldet werden: umwelt@luedenscheid.de