EDEN NAEL LIEDTKE – Ich will nicht zeichnen, ich will nur spielen…

Am kommenden Sonntag, 19.04.2026, bietet sich Gelegenheit, an einem begleiteten Rundgang durch die Sonderausstellung mit Arbeiten des Künstlers Eden Nael Liedtke teilzunehmen.

 

Eden Liedtke ist der diesjährige Stipendiat der Märkischen Kulturkonferenz. Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit steht die Zeichnung, ein eher ‚stilles‘, intimes Medium.
Er bevorzugt das Zeichnen mit Graphit auf Papier. Beides wählt er mit großer Sorgfalt aus, den Härtegrad des Graphitstifts ebenso wie die Sorte und Stärke des Bildträgers, des Papiers. Der Graphitstift liefert einen präzisen Strich, er ist ideal für Details, Konturen und feine Texturen, und ermöglicht eine sehr hohe Strich-Präzision, die den Arbeiten Edens zu eigen ist. So lässt er die Linie sanft gleitend Umrisse formen, Figuren entstehen. Im Miteinander und Gegenüber ergeben sich Beziehungen. Sprechend gesetzte Details und sparsam gewählte räumliche Verortungen lassen die gedankliche Szenerie konkreter werden ohne in einen erzählenden Modus zu verfallen. Der Betrachter darf teilhaben an traumähnlichen Bildern, deren „bittersüße Ambivalenz“, wie es Elisa Mosch in ihrem einführenden Text zur Publikation „Alles wird gut, kleine Hexe“ formulierte, geradezu ‚unter die Haut geht‘.

Die Zeichnungen Eden Liedtkes erzählen Geschichten zwischen Kindheit und Erwachsensein, zwischen Intimität und gesellschaftlicher Konfrontation und dies stets mit einer feinen Balance aus Sanftheit und Schärfe.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Für die Führung wird eine Gebühr von drei Euro erhoben.

 

Foto: Eden Nael Liedtke, Geheime Pferde im Dunkeln; Courtesy: REHBEIN Galerie und Eden Nael Liedtke