42. Liebigstraße 9
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut, stellt Fabrikantenvilla Liebigstraße 9 ein gutes Beispiel für diese typische Bauweise dar.
Bei dem Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen Kubus der wilhelminischen Ära mit Seitenaufsatzturmgeschoß, an dem sich Rundbogenfenster in dorischer Pilasteranordnung befinden. In der äußeren Gestalt ist das Gebäude der nachbarlichen Villa Liebigstr. 11 vergleichbar. Das Gebäude ist in leicht abgearbeiteten Formen der italienischen Palazzoarchitektur in strengen nachklassizistischen und renaissancehaften Bezügen gehalten und mit einem coupierten pfannengedeckten Walmdach versehen. An der rückwärtigen Seite des Hauses befindet sich ein polygonaler Wintergarten. Das rundbogige Pilasterportal befindet sich an der rechten Seite des Gebäudes. Das Haus ist mit Blendarchitektur und einem korinthischen Kranzgesims ausgestattet. Erhaltenswert im Inneren des Gebäudes sind die Stuckarbeiten im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß, vor allem jedoch im Eingangsbereich, die Windfangtür mit Resten der alten Verglasung, die Farbverglasung im Treppenhaus mit der Inschrift "Grüß Gott, tritt ein, bring Glück herein" sowie die Türzargen und die Türen der Zimmer im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß.
Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz und wurde am 09. September 1985 in die Denkmalliste der Stadt Lüdenscheid unter der laufenden Nummer 42 eingetragen.