Detailliertes Sanierungskonzept in Arbeit
Nachdem im vergangenen Herbst massive Schäden an den Holzleimbindern der Dachkonstruktion festgestellt wurden, musste die Halle aus Sicherheitsgründen sofort gesperrt werden. Um eine nachhaltige und sichere Lösung zu gewährleisten, beauftragte die Zentrale Gebäudewirtschaft der Stadt Lüdenscheid (ZGW) ein spezialisiertes Ingenieurbüro mit der Erstellung eines umfassenden Sanierungskonzeptes.
Dieses Konzept bildet die fachliche Basis für alle weiteren Schritte und wird voraussichtlich Ende Februar vorliegen. „Wir lassen keine Zeit ungenutzt“, betont Annika Kattwinkel von der ZGW. Seit der Sperrung wurden kontinuierlich vorbereitende Arbeiten, Prüfungen und Abstimmungen durchgeführt. Dennoch ist bereits jetzt absehbar, dass der ursprüngliche Termin – eine Wiedereröffnung nach den Osterferien 2026 – aufgrund der Komplexität und notwendigen Vorlaufzeiten für Fachfirmen nicht zu halten ist.
Unvorhersehbare Herausforderung: Asbest in der Lüftung
Ein wesentlicher Faktor für den zusätzlichen Zeitaufwand war erst nach Beginn der Arbeiten sichtbar geworden: Nach der Demontage der abgehängten Decke traten asbestbelastete Lüftungskanäle zutage. In dieser gebundenen Form ist Asbest nicht gesundheitsgefährdend und hätte daher nicht entfernt werden müssen. Dennoch hat sich die Stadt Lüdenscheid aus Gründen der Vorsorge und zur nachhaltigen Sicherstellung der Gebäudenutzung dazu entschieden, die betroffenen Lüftungskanäle umfassend zu sanieren. So war ein vollständiger Rückbau der bestehenden Lüftungskanäle sowie eine anschließende Neuplanung der Anlage erforderlich, was für eine Verzögerung im Bauablauf sorgte.
Investition in die Zukunft: Mehr als nur eine Instandsetzung
Trotz der längeren Sperrung überwiegen die positiven Aspekte der Maßnahme. Die Sporthalle wird nicht nur Instand gesetzt, sondern auf einen modernen, zukunftsfähigen Standard gehoben. Im Zuge der Arbeiten werden zahlreiche Verbesserungen umgesetzt:
Mehr Sicherheit: Heizkörper werden aus dem Prallschutzbereich entfernt und Nischen geschlossen.
Bessere Luftqualität: Eine komplett neu überplante, leistungsfähige Lüftungsanlage sorgt für optimalen Komfort.
Energieeffizienz & Licht: Eine neue LED-Beleuchtung inklusive moderner Steuerung senkt die Energiekosten und verbessert die Lichtqualität.
Optimale Akustik: Neue Trennvorhänge mit schallabsorbierendem Vlies verbessern die Akustik deutlich.
Moderne Ausstattung: Neue Zugangstüren und eine neue Deckenkonstruktion runden die Aufwertung ab.
Neue Elektrotechnik: Die ursprünglich für die Jahre 2026/2027 vorgesehene elektrotechnische Sanierung der gesamten Schule wird im Bereich der Halle zeitlich vorgezogen und im Zuge der anstehenden Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. Dadurch erhält die Halle eine vollständig modernisierte Elektroverteilung sowie eine zeitgemäße Steuerung von Beleuchtung, Belüftung und weiteren technischen Anlagen nach aktuellem Standard.
Der Zeitplan: Arbeiten dauern bis zum Ende der Sommerferien
Nach Abschluss des Sanierungskonzepts Ende Februar folgt die Beauftragung der Fachfirmen. Für die eigentliche Sanierung der Holzleimbinder ist ein Zeitraum von etwa sechs bis acht Wochen veranschlagt. Parallel dazu und im direkten Anschluss erfolgen die weiteren Gewerke von der Elektroinstallation bis zur Endreinigung.
Die Schule und die betroffenen Vereine wurden bereits über die verlängerte Sperrung der Halle informiert. Die Ausweichmöglichkeiten für den Schul- und Vereinssport bleiben auch für die kommenden Monate erhalten. Im engen Austausch mit der Schule konnte so der Lehrplan entsprechend angepasst werden.
Die Stadt Lüdenscheid bittet alle betroffenen Schülerinnen, Schüler sowie Sportvereine um Verständnis. Die verlängerte Bauzeit ist eine notwendige Investition in die Sicherheit und Qualität eines modernen Sportstandorts, der nach Abschluss der Arbeiten für Jahrzehnte optimal nutzbar sein wird.
Lüdenscheid, 3. Februar 2026