Witterungseinflüsse und vermutlich auch eingedrungenes Wasser haben der Stuckfassade des historischen Schulgebäudes stark zugesetzt. An mehreren Stellen zeigen sich Risse und Löcher im Putz, einige Flächen sind bereits ausgehöhlt. Vereinzelt haben sich bereits Stuckelemente gelöst.
Um Gefahren auszuschließen, wurden lose Teile bereits fachmännisch über ein extra aufgestelltes Gerüst entfernt. Zudem hat die ZGW vor den betroffenen Fassadenbereichen Bauzäune aufgestellt. Diese Absperrungen dienen als reine Vorsichtsmaßnahme, um insbesondere die Kinder auf dem Schulgelände vor eventuell herabfallenden Kleinteilen zu schützen.
Bevor die eigentliche Sanierung beginnen kann, ist eine präzise Bestandsaufnahme in mehreren Schritten erforderlich.
Schadenskartierung: Aktuell arbeiten die Fachleute an einer detaillierten Erfassung aller Schäden.
Gerüststellung: Für diese Kartierung muss das aufgestellt Gerüst weiter stehen bleiben, damit Experten die Fassade aus nächster Nähe untersuchen können.
Rekonstruktion: Fehlende Stuckelemente müssen exakt vermessen und dokumentiert werden, damit sie später originalgetreu nachgefertigt werden können.
Denkmalschutz im Fokus
Da die Pestalozzi-Schule unter Denkmalschutz steht, unterliegt die Instandsetzung strengen Auflagen. Das weitere Vorgehen wird daher kontinuierlich mit der Unteren Denkmalbehörde sowie dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster abgestimmt. Für die Arbeiten ist eine offizielle denkmalrechtliche Erlaubnis erforderlich, um den historischen Charakter des Gebäudes für die Zukunft zu bewahren.
Die Stadt Lüdenscheid bittet um Verständnis für die Einschränkungen durch die Absperrungen und wird über die weiteren Schritte der Sanierung informieren, sobald die Ergebnisse der Schadenskartierung vorliegen.
Lüdenscheid, 27. Februar 2026