Die neue Tafel führt Besucherinnen und Besucher durch die wechselvolle Historie des Areals. Denn der Stadtpark wurde bereits 1888 auf Initiative engagierter Bürger als Erholungsgebiet angelegt. Nachdem Anfang der 1930er Jahre erste Pläne für eine Bühne entstanden, instrumentalisierten die Nationalsozialisten den Ort ab 1934 für völkische Inszenierungen und Aufmärsche. Die 1936 eröffnete „Parkbühne“ stand bis 1943 im Dienst des NS-Regimes. In der Nachkriegszeit verfiel das Gelände oder wurde schlicht als Ackerfläche genutzt. Erst 2004 begann die Wiederbelebung durch das Kulturhaus Lüdenscheid, die Rotary-Clubs und die Agenda-Gruppe Stadtpark. Trotz Rückschlägen durch Stürme und Borkenkäferbefall wurde das Areal ab 2022 mit Hilfe des Forstamtes, der Stadt und zahlreicher ehrenamtlicher Helfer umfassend restauriert. Heute dient die Waldbühne wieder als lebendige Open-Air-Bühne für vielfältige Veranstaltungen unter anderem des Kulturhauses.
In seiner Ansprache dankte Marcus Müller den beteiligten Akteuren – darunter die Agenda-Gruppe „Stadtpark“, der Geschichts- und Heimatverein, das Kulturhaus, das Geschichtsmuseum sowie der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) und weitere Mitarbeiter der Verwaltung. Ohne diese enge Zusammenarbeit wäre die Aufarbeitung der Geschichte und die Instandsetzung der Anlage nicht möglich gewesen.
Für Müller war der Termin gleichzeitig ein emotionaler Schlusspunkt: Er nutzte die Gelegenheit, um sich nach der erfolgreichen Umsetzung dieses Projekts von den Mitstreitern zu verabschieden. Er wird die Stadt Lüdenscheid Ende März verlassen.
Lüdenscheid, 13. März 2026