Die Straße und die Gehwege müssen geöffnet werden, um die Gas- und Wasserleitungen auszutauschen und „das Versorgungsnetz vor Ort auf den neuesten Stand“ zu bringen, erklärt die Enervie Vernetzt GmbH. Dazu gehörten auch die Erneuerung bzw. das Umbinden der Hausanschlüsse auf die neuen Leitungen. Die Baufirma arbeitet sich dabei, beginnend mit einem Kopfloch in Höhe des Übergangs Knapper Straße/Friedrichstraße, abschnittweise zur Einmündung Martin-Niemöller-Straße vor. Im Idealfall könnte im September alles erledigt sein. Aber: „Das ist insbesondere abhängig von den infrastrukturellen Gegebenheiten vor Ort“, erklärt Enervie Vernetzt.
Fest steht in jedem Fall, dass die Arbeiten ab Montag eine Vollsperrung des betroffenen Abschnitts der Friedrichstraße erforderlich machen. Und das wird zu einer besonderen Herausforderung, weil die als Einbahnstraße ausgelegte Knapper Straße regulär vor der Großbaustelle endet. Für die Dauer der Vollsperrung gilt deshalb:
Auf der Knapper Straße entfällt die Einbahnstraßen-Regelung für den Abschnitt, der zwischen der Einmündung zur Lösenbacher Straße und dem Übergang zur Friedrichstraße liegt. Dieses Teilstück darf also ausnahmsweise in beiden Richtungen befahren werden. Dafür entfallen hier aus Verkehrs- und Sicherheitsgründen allerdings sämtliche Parkflächen. Ein Halteverbot wird entsprechend ausgeschildert.
Die gesamte Lösenbacher Straße wird zur Einbahnstraße und darf ausschließlich in Richtung Weststraße befahren werden. Der von der Augustastraße auf die Knapper Straße kommende Verkehr wird über die Lösenbacher Straße umgeleitet.
Verkehrsteilnehmer werden über eine ausgeschilderte Umleitung großräumig an der Vollsperrung vorbeigeführt. Die U20 verläuft von der oberen Knapper Straße aus über die Park- und Weststraße durch den Rathaus-Tunnel und führt von hier aus auf die Altenaer Straße und Bahnhofstraße.
Fußgänger können die Baustelle auf der Friedrichstraße jederzeit passieren.
Anwohner und Anlieger der vorderen Knapper Straße – zwischen Friedrich- und Lösenbacher Straße – sind dazu gezwungen, die komplette Umleitung zu fahren.
Die Börsen- und die Karlstraße bleiben befahrbar.
Die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) leitet die Buslinie 40 über die Lessing- und Bahnhofstraße um.
Das Befahren des Rathausplatzes im Übergang Knapper Straße/Friedrichstraße soll während der Arbeiten trotz eines Kopflochs und Absperrungen möglich bleiben für Rettungsfahrzeuge, Patientenfahrten und den Lieferverkehr. Vorgesehen ist eine Einfahrt von etwa drei Meter Breite.
Um die direkt betroffenen Anwohner zu entlasten, die in dem voll gesperrten Bereich der Friedrichstraße wohnen, ist diesen die Einfahrt über die Martin-Niemöller-Straße erlaubt. Nach Möglichkeit sollen sie – sofern die Arbeiten und der jeweilige Standort es zulassen – ihre Grundstücke mit einem Fahrzeug befahren und verlassen können. Die Abfallentsorgung ist nach Angaben des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid (STL) auch während der Vollsperrung sichergestellt.
Für den Notfall hält die Straßenbaufirma übrigens Stahlplatten bereit, die über die Baugruben gelegt werden können. Damit ist sichergestellt, dass Feuerwehr und Rettungskräfte den vollgesperrten Bereich befahren können.
Lüdenscheid, 27. Mai 2026