Das Thema „Knopf“ ist für Lüdenscheid ein ganz besonderes, denn es gab eine Zeit, da wurde Lüdenscheid geradezu als die „Knopfstadt“ bezeichnet. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ist von einer wahren Blüte der lokalen Knopfindustrie zu sprechen. Die exzellenten Produkte wurden in alle Welt exportiert. Firmennamen wie P.C. Turck und Gebr. Dicke stehen für den Aufstieg dieses Industriezweiges. Das Geschichtsmuseum der Stadt verfügt über eine vielfältige Sammlung unterschiedlichster Exemplare vor allem aus Metall.
Zur Eröffnung des Museumsbaus am Sauerfeld 1988 entwickelte der damalige Leiter der Städtischen Galerie dann eine neue „Knopfidee“. Für die Ausstellung „Ein Knopf für Lüdenscheid“ wurden zahlreiche Künstlerinnen und Künstler eingeladen, einen KunstKnopf zu gestalten. Der größte Teil der Exponate gelangte als Schenkungen in die Sammlung der Galerie. Deren Umfang ist mittlerweile spektakulär und einzigartig.
Die Grundlage der Künstlerknöpfe ist eine Sperrholzscheibe von 30 Zentimetern Durchmesser. Diese wurde den Künstlerinnen und Künstlern zur Verfügung gestellt. Neben der so entstandenen beeindruckenden Vielfalt ist vor allem die jeweilige charakteristische künstlerische Handschrift zu entdecken.
Die Herausforderung bestand darin, das für alle identische Format nicht nur zu füllen, sondern das besondere Format, den Kreis, künstlerisch zu nutzen. Die Sammlung der sog. Künstlerknöpfe ist mittlerweile auf über 200 Exemplare angewachsen.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Es wird eine Führungsgebühr in Höhe von 3,00 Euro erhoben.
Lüdenscheid, 14. Januar 2026