Das war der Neujahrsempfang 2026

Mit klaren Worten, einem starken kulturellen Rahmenprogramm und der Würdigung ehrenamtlichen Engagements ist die Stadt Lüdenscheid am Samstag, 10. Januar, mit ihrem traditionellen Neujahrsempfang im Kulturhaus in das Jahr 2026 gestartet. Bürgermeister Sebastian Wagemeyer begrüßte zahlreiche Gäste aus Stadtgesellschaft, Politik, Wirtschaft, Ehrenamt und Vereinen und stellte Zuversicht, Zusammenhalt und gemeinsames Gestalten in den Mittelpunkt seiner Rede.

Zuversicht, Zusammenhalt und Ehrenamt im Mittelpunkt

Musikalisch eröffnet wurde der Empfang vom Schlagwerkensemble Lünsche Percussion der Musikschule Lüdenscheid. Auch im weiteren Verlauf sorgten Vereinsbeiträge für ein vielfältiges und lebendiges Programm. Traditionell präsentierten sich im Kulturhaus die Sternsingerinnen und Sternsingern, die über ihre bundesweite Aktion 2026 unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ informierten. Bürgermeister Wagemeyer dankte den Kindern, Jugendlichen und Ehrenamtlichen für ihren Einsatz und rief zu Spenden für benachteiligte Kinder weltweit auf.

Rückblick auf ein prägendes Jahr

In seiner Neujahrsrede blickte der Bürgermeister auf ein außergewöhnliches Jahr 2025 zurück. Prägendes Ereignis war die Freigabe der Talbrücke Rahmede auf der A45 nach mehr als vier Jahren Sperrung. Wagemeyer bezeichnete die Brücke als weit mehr als ein Bauwerk: Sie stehe für Verlässlichkeit, wirtschaftliche Stärke und die Erfahrung, dass große Herausforderungen gelingen können, wenn Staat, Fachleute, Politik und Bürgerschaft gemeinsam handeln. Zugleich betonte er die Notwendigkeit, die Folgen der jahrelangen Umleitungsverkehre für das städtische Straßennetz konsequent aufzuarbeiten.

Als weitere Meilensteine des vergangenen Jahres nannte er unter anderem die Eröffnung des Lernzentrums TUMO, der erneute Erfolg der Lichtrouten, das Bautz Festival, das Fest der Vereine, der 60. Geburtstag der Musikschule sowie neue Freizeitangebote wie Mountainbike-Trails und Discgolf. Auch der Start des Stadtgarten-Projekts wurde hervorgehoben.

Ausblick auf 2026

Mit Blick auf das neue Jahr kündigte Wagemeyer wichtige Vorhaben an: die Präsentation des städtischen Lichtkonzepts, die Weiterentwicklung des Innenstadtkonzepts, den Baubeginn der neuen Feuer- und Rettungswache, Fortschritte bei den Neubauplanungen der Grundschule Lösenbach und der Westschule sowie den Abschluss des Projekts IHK Altstadt mit dem Einzug der Volkshochschule in die sanierte Alte Post. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die angespannte Haushaltslage der Stadt schwierige Entscheidungen erforderlich machen werde.

„Zusammenhalt ist eine Haltung“

Auch das Demokratieverständnis und der gesellschaftliche Zusammenhalt nahmen in der Neujahrsrede breiten Raum ein. Bürgermeister Sebastian Wagemeyer rief dazu auf, Zuversicht, Respekt und Dialogbereitschaft gerade in herausfordernden Zeiten zu bewahren. Demokratie zeige sich nicht nur an Wahlsonntagen, sondern im täglichen Miteinander vor Ort – in Vereinen, Nachbarschaften, Schulen und im Ehrenamt. „Zusammenhalt ist keine Floskel, sondern eine Haltung“, betonte Wagemeyer. „Unsere Demokratie lebt davon, dass wir einander zuhören, Verantwortung übernehmen und Lösungen gemeinsam entwickeln – nicht gegeneinander, sondern füreinander.“

Ehrung interkultureller Vereine

Ein Höhepunkt des Neujahrsempfangs war die Ehrung von drei interkulturellen Vereinen, die stellvertretend für das vielfältige Ehrenamt in Lüdenscheid ausgezeichnet wurden. Jeder Verein erhielt eine Anerkennung in Höhe von 1.000 Euro, gestiftet von den Stadtwerken Lüdenscheid.

Geehrt wurden der FC Português de Lüdenscheid e.V., der seit über 40 Jahren Sport als Brücke zwischen Kulturen lebt, der Verein Der Griechen aus Pontos – Panagia Soumela, der seit 1974 pontische Kultur, Sprache und Traditionen pflegt sowie die Alevitische Gemeinde und Kulturverein Lüdenscheid MK e.V., die seit fast 30 Jahren umfangreiche ehrenamtliche Arbeit in der Jugend-, Kultur- und Gemeindearbeit leistet.

„Diese Vereine sind Brückenbauer unserer Stadtgesellschaft. Sie schaffen Begegnung, fördern Zusammenhalt und machen Lüdenscheid zu einer offenen und lebendigen Stadt“, betonte Wagemeyer.

Zum Abschluss dankte der Bürgermeister allen Mitwirkenden, Unterstützern und Sponsoren des Neujahrsempfangs – darunter den Stadtwerken Lüdenscheid, der Krombacher Brauerei, den Sternsingern, den beteiligten Vereinen, den Mitarbeitenden der Verwaltung, dem Team des Kulturhauses sowie der Feuerwehr.

Lüdenscheid, 12.Januar 2026

Neujahrsempfang im Video

Einige Eindrücke vom Neujahrsempfang.

Die Pontosgriechen präsentierten beim Neujahrsempfang einen Tanz.
Foto: Tütemann