Gleichzeitig bekannte sich das Gremium zu einem fairen und respektvollen Umgang miteinander.
Am Rande einer Veranstaltung der Alternative für Deutschland im August hatte ein Mitglied der AfD-Ratsfraktion Gegendemonstranten als „Abschaum“ bezeichnet. Die Äußerung wurde durch ein Video bekannt, das im Internet zu sehen ist. Die Fraktion von Bündnis ´90/Die Grünen kritisiert die „Verwendung entmenschlichender Sprache“ und sieht darin einen „Verstoß gegen demokratische Grundwerte“, wie es in dem Antrag auf öffentliche Missbilligung heißt.
Außerdem sei das Verhalten des Ratsmitglieds „unvereinbar mit der Würde eines öffentlichen Amtes“ sowie der damit verbundenen Vorbildfunktion. „Ein solches Handeln beschädigt das Ansehen des Rates und untergräbt das Vertrauen der Bürger*innen in die demokratischen Institutionen“, argumentieren die Grünen.
Der angesprochene Ratsherr entschuldigte sich in der Sitzung für seine verbale Entgleisung und kam damit einer Forderung des Grünen-Antrags nach. Eine weitere Forderung: Der Rat bekennt sich erneut zu der „Resolution für ein demokratisches Miteinander in Rat und Ausschüssen“ (siehe Dokument) – und stellt sich damit gegen „Hassrede, Diskriminierung und Einschüchterung“.
Der Antrag wurde bei 33 Ja-Stimmen angenommen. Acht Ratsmitglieder stimmten dagegen.
Lüdenscheid, 16. Oktober 2026