Neue Chemieräume der Gesamtschule pünktlich fertig

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Mit Beginn des neuen Schuljahres verfügt die Adolf-Reichwein-Gesamtschule über vier runderneuerte und topmodern ausgestattete Chemieräume. Die Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW) der Stadt Lüdenscheid spricht nach ebenso aufwendigen wie umfang-reichen Sanierungsarbeiten von einer Punktlandung.

Oberhalb der neuen Schränke sind noch ein paar Rohre zu sehen, weil die Verkleidungen fehlen. Und die neue Verdunkelungsanlage wartet noch auf das Steuerelement. In beiden Fällen verzögert sich die Lieferung. Kleinigkeiten. Restarbeiten, die schnell und in Kürze erledigt sein werden. Und auch die neuen Tische und Stühle für die Schüler müssen noch zurechtgerückt werden an diesem Dienstag, 1. September, dem letzten Ferientag. Ansonsten aber sind die vier Chemieräume fertig und warten darauf, benutzt zu werden.

Noch im Dezember 2025 war daran nicht zu denken. Kein Wunder: In den Weihnachtsferien begann eine Fachfirma damit, alle vier Räume zu entkernen. Rohbau statt Chemieunterricht, Sanierung statt Experimente. Eine mehrmonatige Zwangspause für das naturwissenschaftliche Schulfach. Keine leichte Entscheidung, aber eine notwendige, betont Peter Meltzer von der Zentralen Gebäudewirtschaft: „Nur so war es uns möglich, hier innerhalb von acht Monaten alles grundlegend zu erneuern.“

Anlage zur Be- und Entlüftung “besondere Herausforderung”

Auf die Entkernung folgten Kernbohrungen und Durchbrüche für neue Türen. Weiter ging‘s mit dem Austausch der Sanitär-, Elektro- und Beleuchtungstechnik. Dazu die Erneuerung der Be- und Entlüftung, einer laut Meltzers ZGW-Kollege Andreas Beckmann „besonderen Herausforderung“. Denn: Die Lüftungsinstallationen „führen horizontal und vertikal durch das Gebäude bis zur Lüftungsanlage auf dem Dach“. Immer wieder verlagerten sich die Arbeiten auch auf das unterhalb der Chemieräume liegende Kellergeschoss.

Nach dem Abschluss der Trockenbau- und Malerarbeiten – darunter Deckenarbeiten auf einer Gesamtfläche von rund 350 Quadratmetern und die Erneuerung des Bodenbelags – bildete das sogenannte „zentrale Gewerk Einrichtung“ den Abschluss: Die runderneuerten Chemieräume wurden mit neuen Schrankelementen, Arbeitstischen für Lehrer und Schüler sowie weiterem Mobiliar ausgestattet. Hinzu kamen unter anderem moderne Absauganlagen mit Sicherheitsglas für Experimente mit brennbaren und gefährlichen Stoffen und sogenannte „Flügel“: In jedem Chemieraum hängt eine Konstruktion unter der Decke, die elektrisch höhenverstellbar ist und über mehrere ausklappbare Anschlüsse für Gas, Wasser und Strom verfügt. Eine mobile, modernsten Anforderungen entsprechende Einheit für kleinere Experimente an den Tischen.

Kostenrahmen eingehalten

„Die Räume sehen hervorragend aus, erfüllen aktuelle Brandschutzvorgaben und sind plangemäß pünktlich zum ersten Schultag fertig geworden für den Unterricht“, freuen sich Meltzer und Beckmann. Beide loben die „sehr gute, zuverlässige und kooperative Zusammenarbeit mit allen beteiligten Fachfirmen“, die größtenteils aus der Region stammen. 

Ebenfalls erfreulich: Die vorgesehenen Kosten für die Erneuerung der Chemieräume blieben in dem gesetzten Rahmen von rund 1,25 Millionen Euro – sogar inklusive der Verdunkelungsanlage, die kurzerhand auf vielfach geäußerten Wunsch des Lehrpersonals installiert wurde. Das bewundert die neuen Räume übrigens an diesem letzten Ferientag. Und erhält eine Einweisung in die Bedienung der neuen Anlagen, um für das Comeback des Chemieunterrichts in der Gesamtschule gewappnet zu sein. 

Lüdenscheid, 01. September 2026

Andreas Beckmann und Peter Meltzer von der ZGW stehen lächelnd in einem neuen Chemieraum.
Zeigten sich nach der Sanierung der Chemieräume in der Gesamtschule am Wehberg sehr zufrieden mit dem Endergebnis: (von links) Andreas Beckmann und Peter Meltzer von der ZGW. Foto: Sven Helmig