Führung durch Sonderausstellung in städtischer Galerie

Von Naturdarstellungen bis hin zu abstrakten Werken: Die Galerie der Stadt Lüdenscheid lädt zu einem geführten Rundgang durch die Sonderausstellung des Künstlers Ernst Geitlinger am Sonntag, 4. Oktober, ein.

Die Führung beginnt um 15 Uhr im städtischen Museum (Sauerfelder Straße 14 bis 20) und kostet 3 Euro. 

Kunstbegeisterte können an diesem Tag die Arbeiten Geitlingers erleben, die von Papierarbeiten bis hin zu großformatigen Gemälden reichen. Eine Besonderheit: Die Ausstellung zeigt eine breite Palette an Werken des Künstlers und den Wandel, den sein Kunststil im Laufe seiner Lebzeit durchlaufen hat. Einen Großteil der Exponate hat Kunstsammler Detlev Kümmel für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt. Weitere Leihgaben stammen aus dem städtischen Museum Neu-Ulm. 

Die städtische Galerie ist per E-Mail an museen@luedenscheid.de oder unter der Nummer 02351 / 17 1496 für Fragen zu erreichen.

Von Frankfurt über New York nach München

Im Jahr 1895 in Frankfurt am Main geboren, nimmt Ernst Geitlingers Leben schnell Fahrt auf. In seiner Jugendzeit lebte dieser in New York und begann dort seine künstlerische Ausbildung. In den 1920er Jahren kehrte der Künstler nach Deutschland zurück und widmete sich weiterhin seiner Kunst. Zudem gilt er, zusammen mit Willi Baumeister, Karl Hofer und Karl Schmidt-Rottluff, als Mitbegründer der „Neuen Gruppe“. 1948 zeigte Geitlinger seine Arbeiten auf der Biennale in Venedig. Von 1952 bis 1965 lehrte er als Professor an der Münchener Akademie. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Gerhard von Graevenitz, Janosch und Klaus Staudt. Ernst Geitlingers Werke galten lange als vergessen und waren erstmals wieder in den 1970er Jahren und zwischen 1989 und 1996 Teil von Ausstellungen in Deutschland. 

Lüdenscheid, 01. Oktober 2026

abstraktes Gemälde in den Farben schwarz, rot, weiß
Ernst Geitlinger, Weiße Sonne, 1964, Städtische Sammlungen Neu-Ulm; Foto: Martina Strilic