Bundesweiter Warntag: Probealarm um 11 Uhr

Heulende Sirenen, lautstarke Push-Nachrichten auf mobilen Endgeräten und Durchsagen im Radio: Am Donnerstag, 10. September, beginnt um 11 Uhr der nächste Bundesweite Warntag – und damit der nächste Probealarm für alle verfügbaren Warnsysteme in Deutschland. Das bedeutet auch den nächsten Testlauf für das digitale Lüdenscheider Sirenennetz.

Das ist von 2020 bis 2023 runderneuert worden und umfasst insgesamt 29 Standorte, die eine Alarmierung im gesamten Stadtgebiet gewährleisten sollen. Alle Signalhörner sind an das Modulare Warnsystem des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) angeschlossen. Trotz turnusmäßiger Wartung und Instandhaltung blieben Sirenen bei den landes- und bundesweiten Warntagen bislang vereinzelt stumm. „Umso wichtiger ist es, dass wir zweimal im Jahr den Probealarm haben und prüfen können, ob alle Sirenen einwandfrei funktionieren“, teilt die Stabsstelle Kritische Infrastruktur und Bevölkerungsschutz (KIB) mit. 

Der Probealarm wird am Donnerstag um 11 Uhr bundesweit ausgelöst. Dann geben die Sirenen etwa eine Minute lang einen auf- und abschwellenden Heulton von sich.

Und auch Smartphones und Tablets schlagen lautstark Alarm. Möglich wird das durch das „Cell Broadcast“-System, über das automatisch alle mit dem Internet verbundenen mobilen Endgeräte erreicht werden. Voraussetzungen dafür: Die Geräte müssen eingeschaltet sein, der Flugmodus ist deaktiviert und die installierten Betriebssysteme sind mindestens auf dem Update Stand Version 11 (Android) bzw. 16.1 (iOS). 

Entwarnung um 11.45 Uhr 

Um 11.45 Uhr endet der Probealarm. Die Sirenen geben die Entwarnung über einen für etwa eine Minute durchgehenden Ton. Über das „Cell Broadcast System“ hingegen wird eine SMS auf alle Mobilgeräte versendet. 

Beim Bundesweiten Warntag wird der Alarm unter anderem auch in der „NINA“-Warn-App ausgelöst. Darüber hinaus weist der Märkische Kreis darauf hin, dass die Meldungen auch „über die digitalen Fahrgastinformationsanzeigen an den Bushaltestellen“ der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) angezeigt werden. In den Bussen sollen die Passagiere mit Durchsagen auf den Probealarm aufmerksam gemacht werden.

Der Warntag bedeutet nicht nur einen Testlauf für die technische Warninfrastruktur, sondern soll die Bevölkerung für Ernst- und Krisenfälle sensibilisieren. „Ob extreme Wetterlagen, Waldbrände, Hochwasser oder Stromausfälle – eine funktionierende Warnkette ist essenziell, um in Notfällen schnell reagieren zu können“, erklärt der Märkische Kreis.

Lüdenscheid, 09. September 2026

Eine Sirene, die an einem Mast montiert ist.
Symbolfoto: Mika Baumeister/unsplash.com