Informationen für Bürgerinnen und Bürger

Handdesinfektion
Symbolfoto: Sven Prillwitz

Das Coronavirus breitet sich auch in Deutschland und im Märkischen Kreis weiter aus. In den Herbstmonaten sind die Infektionszahlen wieder stark angestiegen. Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung hierzulande weiterhin als hoch und für Risikogruppen als sehr hoch ein (Stand: 11. November). Um Unsicherheit und Panik vorzubeugen, hat die Stadt Lüdenscheid diverse Informationen zum Thema Coronavirus zusammengestellt.

Erste Ansprechpartner für Gesundheitsfragen rund um das Coronavirus sind Ihr Hausarzt und das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises. Das Gesundheitsamt informiert auf der Homepage des Märkischen Kreises über "Gesundheit - Verhütung und Bekämpfung von Coronavirus COVID-19". Dort erhalten Sie aktuelle Infos und Hilfestellung für eine persönliche Einschätzung "Wie erkenne ich, ob ich an dem Coronavirus erkrankt bin?".
Link zur Seite des Märkischen Kreises

Bei Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger an folgende Rufnummern wenden:
Gesundheitstelefon des Märkischen Kreises: 02351 966-7272 (mo. - fr. 7.30 bis 18 Uhr)
Bürgertelefon der Landesregierung zum Corona-Virus: 0211 / 9119 1001 (mo. - fr. 8 bis 18 Uhr)

Wichtiger Hinweis: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass am Bürgertelefon keine individuelle medizinische Beratung zum Corona-Virus stattfinden kann. Bitte kontaktieren Sie insbesondere bei Fragen zu einer möglichen Infektion telefonisch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Den Besuch in der Praxis oder im Krankenhaus sollten Sie vorher telefonisch ankündigen! Es wird darum gebeten, die Notrufnummern 112 und 110 nicht unnötig zu blockieren.

Hier finden sie heraus, welche Praxen in Ihrer Nähe Corona-Testungen durchführen.

Der Märkische Kreis hat darüber hinaus ein Testzentrum an der Bahnhofsallee eingerichtet. Hier werden Massentests, beispielsweise mit Kontaktpersonen aus Schulen und Kitas, durchgeführt. Aber auch Privatpersonen, die vom Gesundheitsamt als Kontaktperson eines Corona-Infizierten ermittelt wurden, können auf Einladung des Kreises und nach vorheriger Terminvereinbarung im Testzentrum abgestrichen werden.

Sie befinden sich in Quarantäne? Das Ordnungsamt der Stadt Lüdenscheid hat ein Merkblatt mit den wichtigsten Informationen und Verhaltenregeln für die Quarantäne zusammengestellt. Sie finden es am Ende dieser Seite zum Download.

Häufig gestellte Fragen

Was genau ist das Coronavirus?

Es handelt sich um ein neuartiges Virus, das offiziell Sars-CoV-2 heißt. Geläufiger ist die Bezeichnung Coronavirus. Das Virus ruft die Lungenkrankheit Covid-19 hervor. Die Epidemie hat ihren Ursprung in der chinesischen Provinz Wuhan. Von hier aus hat sich das Virus weltweit verbreitet.

Welche Symptome verursacht das Coronavirus?

Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist darauf hin, dass die Krankheitsverläufe in ihrer Symptomatik und Schwere stark variieren, sodass sich "keine allgemeingültigen Aussagen zum "typischen" Krankheitsverlauf" treffen lassen. Die mit Abstand häufigsten Symptome bei Infizierten sind nach Angaben des RKI bislang Husten, Fieber, Schnupfen sowie Geruchs- und Geschmackverlust. Darüber hinaus können aber auch Symptome wie Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie oder Somnolenz auftreten.

Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen die meisten Erkrankungen mit dem Coronavirus "milde bis moderat", teilt das RKI mit. Etwa 12 Prozent der im Deutschland übermittelten Fälle werden jedoch hospitalisiert.

Studiendaten deuten darauf hin, dass Corona-Erkrankte teilweise auch Monate nach der aktuen Erkrankung noch Symptome aufweisen können.

Wer gilt als Risikogruppe?

Das Robert-Koch-Institut listet folgende Personengruppen auf:

  • ältere Personen ab etwa 50 bis 60 Jahren
  • Raucher
  • stark adipöse Menschen
  • Menschen mit Vorerkrankungen, zum Beispiel des Herzens, der Lunge und der Leber
  • Diabetiker
  • Personen mit einer Krebserkrankung

Eine Erkrankung mit dem Virus verläuft nach aktuellem Forschungsstand für junge Menschen und Menschen im mittleren Alter meist nicht lebensgefährlich, sofern sie grundsätzlich gesund sind. Dennoch sind schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankungen und bei jüngeren Patienten möglich.

Wie wird das Virus übertragen?

In erster Linie verbreitet sich das Coronavirus durch Tröpfcheninfektion, also durch Speichel, der beispielsweise durch Husten oder Niesen von einer Person auf eine andere übertragen wird, oder durch Aerosolen, also feinste Flüssigkeitspartikel in der Luft, die beispielsweise beim Atmen und Sprechen ausgeschieden werden. Auch durch die Berührung eines Objekts oder Lebewesens, die sogenannte "Schmierinfektion", ist die Übertragung von Krankheitserregern möglich.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

  • Händeschütteln vermeiden
  • generell Abstand halten (mindestens 1,5 Meter)
  • gründliches und häufiges Händewachen: Wasser und Seife mindestens 20 bis 30 Sekunden in den Händen verreiben, anschließend gründlich abspülen und die Hände sorgfältig - auch in den Fingerzwischenräumen - abtrocknen
  • Desinfektionsmittel als Ergänzung zum Händewaschen können ein wirksamer Schutz sein, sofern sie als "viruzid" ("virustötend") oder "begrenzt viruzid" ausgewiesen sind
  • Die Maskenpflicht sowie den richtigen Umgang mit Mund-Nasen-Bedeckungen beachten

Darüber hinaus wird empfohlen, die Husten- und Nies-Etikette einzuhalten:

  • Wer hustet oder niest, sollte sich von anderen Menschen abwenden und einen Abstand von mindestens einem Meter einhalten.
  • Idealerweise sollten Einwegtaschentücher benutzt und nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden.
  • Stofftaschentücher sollten nach Gebrauch bei 60 Grad Celsius gewaschen werden.
  • Die Hände sollten nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich gewaschen werden.
  • In die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch zur Hand ist.

Wie ist die Situation in Deutschland einzuschätzen?

Grund zur Panik gibt es derzeit nicht. Diese Einschätzung teilen sowohl die Bundesregierung als auch das Robert-Koch-Institut, das bundesweit federführend im Bereich der Überwachung und Prävention von Krankheiten ist. Es handelt sich aber weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Aktuell geht es darum, eine Ausbreitung des Coronavirus so gering wie möglich zu halten.

Was ist zu tun, wenn man befürchtet, sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert zu haben?

In diesem Falle sollte umgehend der behandelnde Hausarzt kontaktiert werden - und zwar ausschließlich telefonisch. Der Mediziner bespricht dann die weitere Vorgehensweise mit dem Patienten. Sollte der Hausarzt nicht erreichbar sein, kann auch die Notfallnummer 116117 gewählt werden. Eventuell wird das Gesundheitsamt eingeschaltet, das weitere Anweisungen erteilt und ggf. auch darüber entscheidet, ob jemand in Quarantäne bleiben muss.

Für Lüdenscheid ist das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises zuständig.

Für wen gilt die Quarantäne?

Das zuständige Gesundheitsamt kann Quarantäne anordnen für Personen, die

  • positiv auf das Coronavirus getestet wurden, aber keine bzw. lediglich milde Symptome aufweisen.
  • Face-to-Face-Kontakt mit einer an Covid-19 erkrankten Person hatten. Darunter fällt ein mindestens 15-minütiges Gespräch.
  • sich in einem Risikogebiet im Ausland aufgehalten haben und nach Deutschland einreisen. Einreisende aus Risikogebieten sind verpflichtet sich bei Einreise auf Corona testen zu lassen. Die Quarantänepflicht endet, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt.

Die vom Gesundheitsamt angeordnete häusliche Quarantäne ist verpflichtend. Dabei handelt es sich in erster Linie um eine Vorsichtsmaßnahme, um eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden.

Die Quarantäne-Regelungen sind hier in der Allgemeinverfügung des Märkischen Kreises nachzulesen.

Nachweislich an Covid-19 erkrankte Patienten werden isoliert im Krankenhaus betreut, wenn ihr Krankheitsverlauf es notwendig macht.

Links zu weiteren Informationen

Für stetig aktualisierte Lage- und Risikobewertungen verweist der Märkische Kreis auf die eigene Homepage www.maerkischer-kreis.de sowie auf die folgenden Informationsquellen:

Internetseite des NRW-Gesundheitsministeriums
Internetseite des Robert Koch-Instituts
Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums
Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

 

Downloads

Hier finden Sie das Quarantäne-Merkblatt des Ordnungsamtes zum Download.