Veranstaltungskalender für die Stadt Lüdenscheid

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otl aicher - ökonomie der gestaltung

Als Wegweiser des Corporate Designs des 20. Jahrhunderts galt Aicher als maßgebend und kompromisslos. Zwei Dauerthemen des deutschen Designs, Minimalismus und System, wurden durch ihn maßgeblich geprägt. Er entwickelte das Erscheinungsbild namhafter Unternehmen wie BRAUN, Deutsche Lufthansa und WestLB. Vor 50 Jahren gab er den Olympischen Spielen in München ihr farbenfrohes Gesicht – alles sollte gestaltet werden, von den Uniformen der Ordnungskräfte über Programmhefte und Plakate bis zu den Parkscheinen. Die intensive Zusammenarbeit mit Klaus Jürgen Maack (1938-2019) begann im Herbst 1974. Zunächst ging es um die Nutzungsrechte der von Aicher gestalteten Piktogramme. In den folgenden Jahren entwickelte er für ERCO ein international beachtetes Corporate Design, das sich in seinen Grundzügen erhalten hat. Bis heute prägt Aichers kompromissloser Geist das Lüdenscheider Unternehmen.

Wer kennt ihn nicht, „Waldi“, das Maskottchen der Olympischen Spiele 1972. Vor 50 Jahren hatte der Gestalter Olt Aicher (1922-1991) mit seinem Team das gesamte Erscheinungsbild der Spiele entwickelt. Es sollten die „heiteren Spiele von München“ werden, die sich von den Propaganda-Spielen der Nationalsozialisten in Berlin 1936 fundamental unterscheiden.

Aicher wurde vor 100 Jahren geboren. Ulm ist seine Heimatstadt, in Ulm war er 1953 Mitbegründer der zukunftsweisenden Hochschule für Gestaltung. Warum ist es für die Galerie der Stadt Lüdenscheid ein Anliegen, sich mit dieser Persönlichkeit der Designgeschichte und seiner außergewöhnlichen Arbeit in einer Ausstellung auseinanderzusetzen?

1974-1991 arbeitete der damalige Geschäftsführer des Lüdenscheider Unternehmens ERCO, Klaus Jürgen Maack (1938-2019) mit dem Gestalter Otl Aicher zusammen. Aicher entwickelte ein international beachtetes Corporate Design für das Unternehmen, das sich in seinen wesentlichen Zügen bis heute erhalten hat  - sein Erscheinungsbild und kompromissloser Geist prägen das Unternehmen ERCO bis heute.

Thema der Ausstellung der Galerie der Stadt Lüdenscheid ist die außergewöhnliche gestalterische Leistung des Denkers und Designers Aicher. Diese manifestierte sich im Besonderen in seiner Arbeit für das Lüdenscheider Unternehmen. Ebenso ist ein Blick auf Aichers Initiative zur Gründung der international bedeutenden Hochschule für Gestaltung in Ulm (HfG) zusammen mit u.a. dem Architekten und bildenden Künstler Max Bill zu werfen. Als Wegweiser des Corporate Designs des 20. Jahrhunderts galt Aicher als maßgebend und kompromisslos. Zwei Dauerthemen des deutschen Designs, Minimalismus und System, wurden durch ihn maßgeblich geprägt.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Archiv der Hochschule für Gestaltung/Museum Ulm, welches den Nachlass Aichers verwahrt, umgesetzt. ERCO, das Unternehmen, welches dem inhaltlich überregional ausgerichteten Projekt seine quasi ‚lokale Verortung‘ gibt, ist nicht nur finanzieller Förderer, sondern auch konzeptioneller Partner und Leihgeber.

Die Ausstellung wird in den Wechselausstellungsräumen des Galeriebaus und im großzügigen Areal des Forums zu sehen sein.


Termine

  • 09.12.22 11:00 - 18:00 Uhr
  • 10.12.22 11:00 - 18:00 Uhr
  • 11.12.22 11:00 - 18:00 Uhr
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