Neuenhofer Gutsbesitzer tagten im Freien

Schild mit Aufschrift "Gerichtslinde - Des Stillekinger Lehngerichts ältester überlieferter Gerichtsschein aus dem Jahre 1473"
Ein Schild mit der Kennzeichnung des Heimatvereins.
Am Rande der Ochsentour lockt ein Abstecher zur Gerichtslinde des Lehngerichtes Stilleking. Dort tagte einst einmal im Jahr das Stillekinger Lehngericht: Alle, die vom Neuenhofer Gut Land zum Lehen hatten, waren verpflichtet, den Termin wahrzunehmen. Das Gericht tagte im Freien. Schutz vor Regen und Hitze bot das Laubdach der Linde, deren Äste durch Balken abgestützt wurden. Diese markierten den umfriedeten Raum, in dem der Richter das Sagen hatte.Geklärt wurden zum Beispiel Streitigkeiten zwischen dem Lehnsherren und seinen Vasallen, Unstimmigkeiten, die aus Kauf oder Erbfolge entstanden waren und Anträge auf Übergabe frei gewordener Lehen an neue Bewerber.