Pyramidenpappel (Populus nigra "Italica")

Allgemein und Wissenswert

Die Pyramidenpappel oder auch Spitzpappel (Populus nigra "Italica") genannt, hat sich vor langer Zeit in Oberitalien aus gewöhnlichen Schwarzpappeln auf natürliche Art durch Mutation entwickelt.
Seit dem 18. Jahrhundert bekannt, gehört sie zur Familie der Weidengewächse.

Diese Mutante ist älteren Literaturangaben zufolge von Italien aus in Europa verbreitet worden, wo sie z.B. von Napoleon gern als Alleebaum entlang der Heeresstraßen als Schattenspender gepflanzt wurde. Noch heute ist sie als Alleebaum sehr beliebt. Häufig wird die Pyramidenpappel wegen ihrer Fähigkeit, größere Mengen an Wasser aufzunehmen, zur Straßenrandtrocknung eingesetzt.

 

Foto Pyramidenpappel
Blattaustrieb

Der heimische Standort der Schwarzpappel liegt in Weichholzauen mit häufiger Überschlickung. Die Pyramidenpappel, deren Geschlecht immer männlich ist und die daher nur als Klon (Steckling) vermehrt werden kann, altert sehr früh und neigt bereits im Alter von 40 Jahren zu Astbrüchigkeit.

Baumbeschreibung

Merkmale

stattlicher, sommergrüner Baum bis ungefähr 30 m Wuchshöhe. Mit nach oben verbreiterter Krone bei der Schwarzpappel bzw. schlank/säulig mit straff aufrecht wachsenden Ästen bei der Spitzpappel

 

Stamm

kräftig entwickelt, ziemlich bucklig gewachsen und schon in geringer Höhe über dem Boden in wenige, sehr kräftige Äste geteilt

 

Äste

aufrecht wachsend

 

Rinde

bei jungen Bäumen grau-weiß und verwandelt sich von unten beginnend in eine längsrissige dunkelgraue Borke

 

Blätter

sind dreieckförmig und laufen nach vorne spitz zu. Der Blattrand besitzt abgerundete, nach vorne zeigende Zähnchen. Die glänzenden dunkelgrünen Blätter sind meistens kleiner als die der Schwarzpappel

 

Blüten

ähneln denen der Schwarzpappel. Die Knospen laufen in einer oft etwas gebogenen schlanken Spitze aus. Beim Aufbrechen duften sie angenehm

 

Früchte

Keine; die Art wird nur durch den Menschen angepflanzt

 

Blütezeit

April