137. Werdohler Straße 1 (Der Reidemeister)

Das Gebäude Werdohler Straße 1 in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts
Das Gebäude Werdohler Straße 1 in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts

Bei dem Gebäude Werdohler Straße 1 handelt es sich um ein zweigeschossiges Giebelhaus unter einem steilen pfannengedeckten Satteldach. Das große Giebeldreieck ist inzwischen mit Eternitschiefer verkleidet. Die einachsige Abschrägung der linken Hausecke endet mit einem neubarockem Volutengiebel.

Der heute verputzte und historisch dekorierte Bruchsteinbau aus aus dem Jahre 1758 markiert in seiner Lage die historische Torsituation Lüdenscheids in Richtung Werdohl. Das Gebäude hat offenkundig trotz einiger Umbauten wesentliche Strukturen des 18. Jahrhunderts bewahren können.

Zwischenzeitlich war das Gebäude unter dem Namen "Haus des Herrn" im Voksmund bekannt. Seit der dauerhaften Nutzung als Gaststätte hat das Gebäude aufgrund seiner vorherigen Nutzung des Namen "Der Reidemeister" erhalten.
Der Reidemeister

In der wichtigen Phase um 1800 diente das der Lüdenscheider Führungsschicht zuzuschreibende Gebäude auch als Kontor des Drahtstapels, der Vorrechte und Monopole für die Drahtproduktion besaß. Das Gebäude besitzt daher einen aussagekräftigen Charakter für die Geschichte der Stadt Lüdenscheid.  Die Nutzung als Kontor beschränkte sich auf die Zeit von 1784 bis 1813. Das Gebäude wurde dann 1827 veräußert. Wahrscheinlich seit dieser Zeit das Gebäude als Wohn- und Wirtshaus genutzt.

Das Gebäude steht in Privateigentum ist seit dem 12. Juli 1997 unter der laufenden Nummer 137 in der Denkmalliste der Stadt Lüdenshceid verzeichnet.