117. Sauerfelder Straße 27

Das Gebäude Sauerfelder Straße 27
Das Gebäude Sauerfelder Straße 27

Die zweigeschossige, nachklassizistische Villa mit Attikageschoß und Zeltdach wurde im Jahre 1875 von dem Architekten C.Th.Woeste für die Witwe des Staatsanwaltes Hueck entworfen. Es handelt sich um einen Putzbau von nahezu quadratischem Grundriß mit vierachsiger Straßenfassade. Das Erdgeschoß im Bänderputz zeigt architravierte Fenster, die Mittelachsen im Obergeschoß werden durch Pilaster mit kompositären Kapitellen und Festons über Fensterverdachungen betont. Über dem Obergeschoß zieht sich ein durchfenstertes Mezzaningeschoß und darüber das vorkragende Abschlußgesims.

An der Ostseite springt im Erdgeschoß ein polygonaler Anbau vor. Das Gebäude wird durch einen Eingang an der Westseite erschlossen, auf der Nordseite gibt es eine Veranda mit schlanken Säulen, die heute teilweise geschlossen ist. Das nahezu unveränderte Gebäude ist als Dokument der hervorgehobenen bürgerlichen Bebauung des späten 19.Jahrhunderts bedeutend für die Geschichte und Baugeschichte der Stadt Lüdenscheid. Seine Erhaltung und Nutzung ist insbesondere aus städtebaulichen Gründen von öffentlichem Interesse, weil es als Eckbebauung eines noch relativ geschlossen erhaltenen Stadtviertels aus dem ausgehenden 19.Jahrhundert das Ortsbild Lüdenscheids entscheidend prägt.