Loher Straße 19

Das Gebäude wurde im Jahr 1884 für den Lüdenscheider August Quinke errichtet. Es handelt sich um eine zweigeschossige nachklassizistische Villa in den Formen eines Kubus unter einem flachen Zeltdach. Die Hauptfassade ist zu drei Achsen gegliedert, auf der Mittelachse befindet sich im Erdgeschoß ein Vorbau, darauf ein Balkon mit einer Balusterbrüstung. Die rechte Achse ist als Risalit ausgebildet. Die Fenster im Obergeschoß sind mit Pilastern und hohen Architraven versehen. Der Eingang befindet sich mit einem flach verdachten Portikus in einem Risalit an der rechten Gebäudeseite.

Links neben dem Gebäude befinden sich im Garten Reste der ursprünglichen Grottenarchitektur. Die Repräsentationsräume im Erdgeschoß des Gebäudes sind vollständig erhalten. Neben sehr schönen Stuckdecken befindet sich im ehemaligen Speisezimmer des Hauses eine exquisite Holzdecke. Der Flur des Erdgeschosses ist mit reichhaltiger Stuckzier und Bemalung ausgestattet.Das Gebäude bietet, abgesehen von störenden Dachausbauten, ein hervorragendes Beispiel einer herrschaftlichen Villa aus der Gründerzeit, einer der entwicklungsgeschichtlich wichtigsten Phasen der Stadt Lüdenscheid.