Das Gebäude wurde im Jahr  1914 von dem Fabrikanten Max Kamper erbaut. Es handelt sich um ein expressionistisch-neubarockes Walmdachtraufenhaus zu zwei Geschossen mit symmetrischem Fassadenaufriß. Der Mittelrisalit ist mit drei Bahnenschlitzfenstern und einem dorischen Säulenportal versehen. Ebenfalls in dorischen Formen ist das hölzerne Kranzgesims gehalten. Das Haus ist ein Putzbau und mit Pfannen gedeckt. In den Schlitzfenstern des Mittelrisalits befindet sich eine Farbverglasung. Das Gebäude stellt ein geschlossen wirkendes, gut erhaltenes Beispiel für die Verknüpfung von neubarocken und expressionistischen Formen dar. Dabei ist beachtenswert, daß der auch als Gründerstil betrachtete Neubarock das Kunstwollen des reichen Bürgertums widerspiegelt, während der Expressionismus auch als bürgerliche Kunstopposition betrachtet wird, die sich gegen die gründerzeitliche Kunst der letzten Jahrzehnte wendet.