39. Philippstraße 29 (Altes Amtsgericht)

Das alte Amtsgericht im Jahr 2004
Das alte Amtsgericht im Jahr 2004

Das Amtsgericht wurde in den Jahren 1906/1907 erbaut. Es handelt sich um einen neurenaissancehaften Dreiflügelbau. Der dreigeschossige Putzbau besitzt eine reiche Werksteingliederung. Die Walmdächer sind mit Schiefer gedeckt. Das Mittelteil besteht aus elf Achsen mit einem dreiachsigen Mittelrisalit. Der Giebel besteht in Renaissanceformen mit einem geschweiften Umriß und Segmentbogenaufsatz.

Unter dem Aufsatz befindet sich eine Wappentafel. Das Rundbogenportal besitz als Bekrönung zusammengesetzte Rundbögen. Die Fenster sind teils mit geradem Sturz und teils mit Segment- oder Vorhangbögen versehen. Rechts vom Mittelflügel befindet sich im Seitenflügel das Gefängnis. Am Seitenflügel befindet sich ein runder Treppenturm, dessen Aufsatzgeschoß achteckig mit einer Lisenengliederung aus Werkstein ist. Als rechter Abschluß des Seitenflügels steht ein schlichter Treppengiebel. Der linke Seitenflügel hat die gleichen Formen wie der rechte Flügel. Die Hoffassaden sind schlichter mit einem Treppenhausvorbau am Mittelflügel. Auf dem Dach des Mittelflügels ist ein kupfergedeckter Dachreiter. Aus den v.g. Gründen ist das Gebäude als bedeutend für die Geschichte der Menschen, Städte und Siedlungen, insbesondere für die Geschichte der Stadt Lüdenscheid anzusehen.

Das alte Amtsgericht im Jahr 1915
Das alte Amtsgericht im Jahr 1915