35. Luisenstraße 13 (Gewölbe und Brunnen)

Die Luisenstraße in den 1950ern
Die Luisenstraße in den 1950er Jahren

Das Kellergewölbe und die dazugehörende Brunnenanlage des Gebäudes Luisentraße 13 stammen höchstwahrscheinlich aus der Zeit vor dem letzten goßen Stadtbrand im Jahre 1723.

Größtenteils wurden die nach dem  in diesem Jahr über die Stadt gekommenen Stadtbrand die zerstörten Gebäude auf den zumeist noch erhalten gebliebenen Kellergewölben wieder aufgebaut. Das Gebäude Luisenstraße 13 wurde dabei direkt mit der damals noch vorhandenen Stadtmauer verbunden. Die Stadtmauer verlief zu dieser Zeit unmittelbar an der Rückseite der Häuser der Luisenstraße entlang.

Das Kellergewölbe ist 3,80 m lang und an der höchsten Stelle 2,10 m hoch. Am nördlichen Ende stößt es direkt an die alte Stadtmauer an und erreicht an dieser Stelle eine Breite von 2,90 m. Hier befindet sich eine Maueröffnung von 1,15 x 0,60 m Größe. An der entgegen­gesetzten Südseite ist das Gewölbe 3,00 m breit. Hier befindet sich, vom Fußboden beginnend, eine 0,70 m hohe bogenförmige Öffnung, die 0,90 m ins Mauerwerk eindringt und einen 0,80 m durchmessenden Brunnen beherbergt. Die Brunnenanlage und das gut erhaltene Kellergewölbe stellen heute noch Teile der ältesten noch vorhandenen Bausubstanz in Lüdenscheid dar und bilden daher eines der wichtigsten stadtgeschichtlichen Zeugnisse.

Das Gebäude Luisentraße 13 befindet sich in Privatbesitz. Das Kellergewölbe und die Brunnenanlage wurden am 14. Dezember 1984 unter der laufenden Nummer 35 in die Denkmalliste der Stadt Lüdenscheid eingetragen.

Die Luisenstraße in den 1950ern
Die Luisenstraße in den 1950ern
Luisenstraße 13 (historisch)
Luisenstraße 13 (historisch)