Die zweigeschossige, neubarocke Villa in der Parkstraße wurde im Jahr 1897 erbaut. Das Gebäude zeigt beispielhaft den Bau einer Fabrikantenvilla der damaligen Zeit auf. Das Backsteingebäude beeindruckt durch eine reiche Stuck­gliederung. Die Hauptfassade gliedert sich in drei Achsen. 

Von außen erkennbar sind die schön gegliederten Fenster an der Straßenfront sowie die massive, geschnitzte Eingangstür. Im gleichen Material und Farbton gehalten ist die gesamte Treppenanlage vom Erdgeschoß bis hinauf ins Dachge­schoß. Diese Treppen prägen besonders den Charakter dieser alten Villa, ebenso die alten Türen und Türfüllungen. Bemerkenswert ist auch das Fenster im Treppenhaus, das sich über alle Stockwerke hinzieht und noch die alte Verglasung besitzt.

Wie um die vorletzte Jahrhundertwende üblich, befindet sich in den Salons im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß eine reiche Stuckverzierung. Das Gebäude Parkstr. 5 ist eine der am besten erhaltenen Villen der vorletzten Jahrhundertwende. Dies bezieht sich sowohl auf die Front als auch auf den Innenausbau, der bis auf wenige modernisierende Einrichtungen noch den Zustand zur Zeit der Erbauung wider­spiegelt. Dies gilt vor allem für das Treppenhaus und die Salons, während die übrigen Räume ohne Verzierung blieben.

Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz und wurde am 03. Dezember 1984 unter der laufenden Nummer 14 in die Denkmalliste der Stadt Lüdenscheid eingetragen. Besonders eingetragene Innenteile sind die Haustür, dieTreppenanlage, die Türrahmen und -füllungen im ersten Obergeschoß, das Fenster im Treppenhaus, die Fenster der Fassade sowie der Deckenstuck im Flur des Erdgeschosses sowie des ersten Ober­geschosses.