Ein Bild aus dem Jahr 1907
Die Villa Liebigstraße 11 im Jahr 1907

Am 20. April 1887 stellte der Fabrikant Eugen Turck bei der Baupolizeibehörde Lüdenscheid aufgrund der Planung des Lüdenscheider Baugewerksmeisters Wilhelm Feldmann den Antrag zur Errichtung des Gebaüdes in der Liebigstraße 11.  Genehmigt wurde der Bau des Gebäudes am 30. April 1887. Der Zeitpunkt der Fertigstellung der Villa lässt sich aus den vorliegenden Materialien leider nicht festlegen. Die Villa stellt eine zweigeschossige neubarocke Villa mit Flachdach und Aufsatzgeschoss dar. Bezeichnend aus der damaligen Planung heraus, ist der Turmaufbau am Gebäude. Dieser Turmaufbau ist heute nicht mehr vorhanden. Wie man auf dem Bild unten sehen kann, wurde der Turmaufbau nicht nur wegen der schönen Aussicht genutzt.

Wie auf dem hier gezeigten Bild leider nur teilweise ersichtlich ist, entstand Ende des 19. Anfang des 20 Jahrhunderts im Umfeld der Liebigstraße ein regelrechtes "Villenviertel", da sich hier mehrere bekannte Lüdenscheider Fabrikanten mit ihren imposanten Bauten niederließen.

Die Villa Liebigstraße 11 im Jahr 1938
Die Villa Liebigstraße 11 im Jahr 1938

Der links auf dem Turmaufbau angebrachte Windflügel diente zeitweise zur Stromerzeugung für die Beleuchtung der gesamten Villa. So wurden bereits im Jahr 1938 alternative Energien in Lüdenscheid genutzt.

Das Gebäude wurde nach der Wohnnutzung zeitweilig als Stadtmuseum genutzt. Heutige Eigentümerin der Villa Liebigstraße 11 ist die Stadt Lüdenscheid; heute beheimatet das Gebäude ein Studienzentrum und das Historisches Institut der FernUniversität Hagen.

Die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Lüdenscheid erfolgte am 09. September 1985 unter der laufenden Nummer 43.

 

Die Villa Liebigstraße 11 im Jahr 2004
Die Villa Liebigstraße 11 im Jahr 2004