Das Gebäude Jockuschstraße 13 im Jahr 2005
Gebäude Jockuschstraße 13 im Jahr 2005

Bei dem 1864 erbauten Bürgerhaus Jockuschstr.13 handelt es sich um ein Satteldachgiebelhaus von zwei Geschossen um zwei Achsen mit Schwebegiebel, rechts um eine gleichfalls barockisierende Achse mit der "bergischen" Tür erweitert. Hierüber befindet sich ein Mansarddach. Links befindet sich ein traufenständiger Flügel mit Attikageschoß unter einem Satteldach. Das Dach hat eine Eternitschieferdeckung. Diamantierte Bänder und Bosseneckquader schmücken das Erdgeschoß.

Das Gebäude ist bedeutend für Lüdenscheid, weil es im Rahmen der wichtigen gründerzeitlichen Stadterweiterung südlich der Sauerfelder Str. entstand. Die südliche Stadterweiterung ist ein Ergebnis der industriellen Entwicklung Lüdenscheids des 19.Jh., die vor allen Dingen auf der Buntmetallverarbeitung beruhte; Lüdenscheid erwarb sich den Ruf einer "Knopfstadt". Der Erbauer war selbst Eigentümer einer Knopffabrik, die bis 1922 noch Knöpfe herstellte. Für die Erhaltung und Benutzung des Gebäudes liegen städtebauliche Gründe vor, weil das Gebäude im Zusammenhang mit der Umgebungsbebauung den historischen Charakter dieses Viertels charakterisiert und prägt.

Das Gebäude steht in Privatbesitz und ist seit dem 04. Juli 1991 in der Denkmalliste der Stadt Lüdenscheid verzeichnet.