100. Grabdenkmal (Der müde Wanderer)

Das 1912 errichtete Grabdenkmal für eine Familiengruft zeigt auf einem Werksteinsockel eine Hohlgußskulptur, die einen knienden Wanderer darstellt. Der Wanderer, der einen Kranz trägt, stützt sich auf einen Stab, wobei über seinem rechten Bein ein Wolfspelz hängt. Die Figur wurde hergestellt von dem Berliner Bildhauer Wilhelm Wandschneider (1866 bis 1942). Als Zeugnis des Repräsentationswillens einer einflußreichen Lüdenscheider Familie ist das Grabmal bedeutend für die Stadt Lüdenscheid.

Für seine Erhaltung und Nutzung liegen kunsthistorische Gründe vor, weil der kniende Wanderer ein relativ seltener Typus für eine Grabskulptur ist und in dieser Qualität wichtige Erkenntnisse zur Grabkultur des 19.Jahrhunderts machen kann. Weiterhin sprechen städtebauliche Gründe für seinen Denkmalwert, weil das Grab im Zusammenhang mit dem Grab Assmann diesen Teil des Friedhofes charakterisiert und prägt. Das Baudenkmal umfaßt den Sockel mit aufstehender Figur sowie die davon rechts und links positionierten Schriftsteine.