Team JUGEND STÄRKEN im Quartier

Die Stadt Lüdenscheid setzt seit 2015 das ESF-Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" um. Die Steuerung und Koordinierung des Programms ist in der städtischen Kinder- und Jugendförderung angesiedelt. Ziel ist die Stärkung der kommunalen Jugendsozialarbeit.

Das Programm richtet sich an junge Menschen, die (starke) Schwierigkeiten am Übergang von der Schule in den Beruf haben. Durch individuelle sozialpädagogische Aktivierung und Stärkung sollen soziale Benachteiligungen und persönliche Beeinträchtigungen überwunden werden. Aus der Projektarbeit mit den jungen Menschen soll zusätzlich ein Mehrwert für verschiedene, insbesondere benachteiligte Stadtteile geschaffen werden.

Zielgruppe:

Das Programm richtet sich an junge Menschen im Alter von 12 bis einschließlich 26 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund, die

1. durch Angebote der allgemeinen und beruflichen Bildung, Grundsicherung und/oder Arbeitsförderung nicht mehr erreicht werden

2. zur Meisterung des Übergangs Schule – Beruf besondere sozialpädagogische Unterstützung der Jugendhilfe benötigen.

Ziele:

Die Vorbereitung junger Menschen auf die (Wieder-)Aufnahme von schulischer und beruflicher Bildung, berufsvorbereitenden Maßnahmen und Arbeit (gemäß §13 SGB VIII).

Die sozialräumliche Einbettung von Hilfsangeboten zur Schaffung eines konkreten Mehrwertes für benachteiligte Gebiete.

Die Förderung „aus einer Hand“ durch eine effektive und effiziente Zusammenarbeit von öffentlicher Jugendhilfe, freien Trägern, Jobcenter, Agentur für Arbeit, Schulen, und weiteren lokalen Netzwerkakteuren.

JUGEND STÄRKEN im Quartier ist ein gemeinsames Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und wird durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF), sowie Bundesmittel gefördert.

An der aktuellen Förderphase von 2015 bis 2018 nehmen insgesamt über 180 Modellkommunen teil.

Umsetzung in Lüdenscheid

Bausteine

Aufsuchende Jugendsozialarbeit

Die aufsuchende Jugendsozialarbeit ist ein offenes, niedrigschwelliges, freiwilliges und kostenfreies Unterstützungsangebot. Sie bietet kurzfristige Orientierungsberatung, sowie eine vorübergehende Begleitung am Übergang Schule – Beruf.

Die gezielte sozialpädagogische Einzelfallarbeit richtet sich am individuellen Bedarf des jungen Menschen aus und beinhaltet unter anderem Informationsgespräche, Hausbesuche, Begleitung zu Terminen und Behörden, Weitervermittlung an bestehende Unterstützungsangebote und die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern.

Case Management

Das Case Management ist ein niedrigschwelliges, freiwilliges und kostenfreies Unterstützungsangebot. Es bietet längerfristige Beratung und Betreuung im Übergang Schule – Beruf.

Die gezielte, intensive sozialpädagogische Einzelfallarbeit richtet sich am individuellen Bedarf des jungen Menschen aus und beinhaltet unter anderem die gemeinsame Thematisierung der Problemlage, individuelle Kompetenzfeststellung und Förderplanung, Begleitung zu Terminen und Behörden, Vermittlung an weiterführende Unterstützungsmaßnahmen und die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern.

Mikroprojekte mit Mehrwert für das Quartier

Mikroprojekte mit Mehrwert für das Quartier sind niedrigschwellige, freiwillige und kostenlose Gruppenmaßnahmen. Sie kombinieren verschiedene Gruppenaktivitäten, Arbeit im Quartier und sozialpädagogische Gruppenarbeit.

Die einzelnen, zeitlich begrenzten Projektphasen erzielen die Aktivierung, das (Wieder-) Erlernen von Tagesstrukturen, die Persönlichkeitsstärkung der Teilnehmer, sowie deren Teamfähigkeit. Durch aktive „Quartiersarbeit“ soll ergänzend zu den bestehenden Strukturen im jeweiligen Stadtteil ein Mehrwert geschaffen werden.

Koordinierungsstelle

Die Gesamtkoordination und Steuerung des Projektes erfolgt durch die städtische Kinder- und Jugendförderung. Zusätzlich werden hier die Öffentlichkeitsarbeit, sowie die Netzwerkarbeit sichergestellt. Der bereits installierte Facharbeitskreis Jugendsozialarbeit, der mindestens zweimal jährlich tagt, wird von der Koordinierungsstelle organisiert.

Plakat

Rechtsgrundlagen

  • SGB VIII
  • Förderrichtlinie Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier"

Formulare und Informationen

Zuständige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Franziska Rademacher

Doreen Zborowski