Auskunftssperre im Melderegister

Sie möchten, dass Ihre Anschrift nicht weiter gegeben wird?

Jede Melderegisterauskunft ist unzulässig, wenn die Betroffene oder der Betroffene der Meldebehörde das Vorliegen von Tatsachen glaubhaft gemacht hat, die die Annahme rechtfertigen, dass ihr oder ihm oder einer anderen Person hieraus eine Gefahr für Leben, Gesundheit, persönliche Freiheit oder ähnliche schutzwürdige Belange erwachsen kann.

Einen entsprechenden Antrag sollten Sie im Bedarfsfall zweckmäßigerweise in Verbindung mit der An-, Ab- oder Ummeldung im Bürgeramt stellen.

Hinweise:

1. Die Auskunftssperre wird auf zwei Jahre befristet, kann aber auf Antrag verlängert werden.

2. Beim Einrichten einer Auskunftssperre wird ein aktueller Wohnungswechsel voraus gesetzt.

3. Sie dürfen für Ihren Telefonanschluss keinen EIntrag in öffentliche Verzeichnisse (z.B. Telefonbuch) besitzen.

4. Allein die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe (z.B. Jugendamt, Jobcenter) reicht nicht aus, um die Eintragung einer Auskunftssperre im Melderegister zu rechtfertigen.

Notwendige Unterlagen

Das Vorliegen der Voraussetzungen für die Auskunftssperre muss glaubhaft gemacht werden. Dies kann z. B. durch folgende Unterlagen geschehen: 

  • Unterlassungsverfügung,
  • Strafanzeige,
  • ärztliche Atteste oder
  • Schreiben von Rechtsanwälten.

Rechtsgrundlagen

  • § 51 Bundesmeldegesetz (BMG)

Formulare und Informationen

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Zuständige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Cansel Coskun