Ökologische Standards beim öffentlichen wie auch privaten Bauen gelangen immer mehr in den Fokus von BauherInnen und PlanerInnen. Konzentrierte man sich noch vor Jahren nur auf das rein energieeffiziente Bauen, um den Klimazielen gerecht zu werden, verlagert sich das Interesse nun immer mehr auf den ganzheitlichen Ansatz, welcher sowohl der reinen Nachhaltigkeit und der Energieeinsparung, als auch dem Klimaschutz und der Ressourceneffizienz dienlich ist und die Nutzung nachhaltiger und vor allem ökologischer Baustoffe präferiert.

Das Thema "Baustoffe" ist komplex, gibt es doch eine Vielzahl an Normen und Kriterien, die es zu beachten gilt. Zudem spielt das Thema derzeit im Bau (noch) eine eher untergeordnete Rolle und die Ansprüche an die Bauten selbst sind höchst unterschiedlich.

Es geht dabei aber nicht nur um die Nutzung von Baustoffen wie Holz, welche hier in Südwestfalen direkt vor unserer Haustür verfügbar sind und als nachhaltig und ökologisch gelten aufgrund ihrer geringen CO2-Emissionen.

Hinzu gesellt sich insbesondere das Thema der Schadstoffe in Baukörpern, das Ausdünsten, Ausgasen und Auswaschen von Inhaltsstoffen, die vielfach gar nicht bekannt sind aber zu dauerhaften Gesundheitsschäden der Bewohner führen und die Umwelt belasten können.

Gerade als private Bauherren, vor dem Hintergrund einer immer energieeffizienteren Bauweise, sollte man sich mit dem Thema befassen. Die Dichtigkeit der Fassaden führt dazu, dass eine dauerhafte Durchlüftung gewährleistet sein muss, um o. g. Probleme zu minimieren. Vorausschauernder ist es, bereits während der Planungsphase sich über die einzubauen Produkte zu informieren, um so deren Auswirkungen abschätzen und beurteilen zu können.