Die Stadt Lüdenscheid engagiert sich seit Beginn der 2000er Jahre im Bereich der Nachhaltigkeit und hat dazu frühzeitig ein Agendabüro als Stabsstelle eingerichtet. Seit 2019 gibt es zudem einen Nachhaltigkeitsbeauftragten und es wurde gemeinsam mit der Zivilgesellschaft über eineinhalb Jahre eine integrierte Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet, die im Frühjahr 2021 veröffentlicht wird.

Was bedeutet Nachhaltigkeit konkret und wo sind die Ursprünge dieser Idee zu finden?

Bis Mitte der 1990er Jahre war der Begriff vornehmlich in der wissenschaftlichen Diskussion zu finden und trat erstmals öffentlich im Rahmen der Konferenz der UN über Umwelt und Entwicklung ins Rampenlicht. Danach wurde er auch im politischen Kontext zunehmend genutzt. Seit einigen Jahren geht es verstärkt darum, was jeder Einzelne in seinem Lebensumfeld, in seiner Stadt tun kann. Wie kann ich mich beispielsweise nachhaltig ernähren, kleiden, verreisen, wie kann ich umweltschonend leben?

Der von der deutschen Bundesregierung berufene "Rat für Nachhaltige Entwicklung" fasst die Grundideen des Nachhaltigkeitskonzeptes definitionsgemäß mit den Worten zusammen:

"Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben."

Die Geschichte der Nachhaltigkeit und die Forstwirtschaft

Die Wurzeln der Nachhaltigkeit liegen weit zurück und stammen ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Im 18. Jahrhundert formulierte Hans Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann am kursächsischen Hof in Freiberg, als Erster verschiedene Grundsätze, um dauerhaft ausreichende Mengen an Holz für den Bau von Silberminen zur Verfügung zu haben. Es sollte gewährleistet werden, dass nicht mehr Bäume geschlagen würden, als auch wieder nachwachsen können. Das "System" der Nachhaltigkeit war geboren.

Wissenschaftliche "Meilensteine" der Nachhaltigkeit

Den Beginn der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema "nachhaltige Entwicklung" markiert die Studie zu den "Grenzen des Wachstums". Dieser erste Bericht an den "Club of Rome" mahnt eine neue "Weltkonjunkturpolitik" an. Eine zentrale Annahme des Berichtes ist die Chance der Menschheit "durch ein auf die Zukunft bezogenes gemeinsames Handeln aller Nationen die Lebensqualität zu erhalten und eine Gesellschaft im weltweiten Gleichgewicht zu schaffen, die Bestand für Generationen hat" (Die Grenzen des Wachstums, 1972).

Der Begriff wurde des Weiteren im Zusammenhang mit dem "Brundtland-Report" geprägt. Dieser sprach von einem "dauerhaften Gleichgewichtszustand", der "den Bedürfnissen der heutigen Generation" entsprechen soll, "ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden".

(Quelle: www.nachhaltigkeit.info)

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