Änderung bei Lolli-Testsystem an Grundschulen

Ab sofort Schnelltests statt PCR-Einzeltests vorgesehen

Corona-Selbsttest liegt auf einem Etui mit Bundstiften
An Grundschulen greift ab sofort ein neues Testverfahren. Symbolfoto: Caroline Unger

Aufgrund der bundesweit rasant steigenden Corona-Infektionszahlen stoßen Labore bei der Auswertung von PCR-Tests zunehmend an ihre Grenzen. Zudem ist die Menge der zur Verfügung stehenden PCR-Tests begrenzt. Bund und Länder haben deshalb am vergangenen Montag, 24. Januar, beschlossen, die PCR-Testungen vorrangig auf vulnerable Gruppen sowie Beschäftigte, die diese betreuen und behandeln, zu konzentrieren. Vor diesem Hintergrund ergeben sich Änderungen für das Lolli-Testverfahren an Grundschulen. Für Förderschulen bleibt das bisherige Verfahren hingegen bestehen.

Neues Testsystem für Grundschulen

Die Pooltestungen mit Lolli-Tests werden an den Grundschulen wie gewohnt beibehalten. Ist das Ergebnis negativ, nehmen alle Kinder ganz normal am Präsemzunterricht teil und die Lolli-Tests werden im gewohnten Rhythmus fortgesetzt.

Änderungen ergeben sich erst, wenn ein Poolergebnis positiv ausfällt: In diesem Falle erfolgen jetzt keine PCR-Einzeltestungen mehr, sondern tägliche Testungen mit Antigen-Schnelltests in der Schule. Alternativ dürfen die Schnelltests auch in einer Testeinrichtung für Bürgertests vorgenommen werden, solange die Schüler das negative Testergebnis in der Schule vorlegen können. Am Unterricht dürfen nur Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die ein negatives Testergebnis nachweisen können. Zusätzlich werden die Pooltests im normalen Rhythmus fortgesetzt. Die täglichen Einzel-Schnelltests entfallen, sobald das Ergebnis des Pooltests wieder negativ ist.

Sollte ein Einzel-Schnelltest positiv ausfallen, muss das betreffende Kind sich in häusliche Isolation begeben. Die Schule verständigt in diesem Fall umgehend die Eltern, damit sie ihr Kind abholen können. Das Ergebnis aus der Schultestung muss durch einen Kontrolltest außerhalb des Schulsystems bei einer zertifizierten Corona-Teststelle bestätigt werden. Fällt auch der Kontrolltest positiv aus, gilt das Kind offiziell als infiziert und darf sich frühestens nach sieben Tagen freitesten.

Keine Änderung für Förderschulen

Für alle Förderschulen, unabhängig von ihrem Förderschwerpunkt, bleibt das bisherige Testverfahren bestehen. Grund dafür ist die häufig höhere Vulnerabilität dieser Schülergruppe und die besondere Eignung dieser Testmethode in der Anwendung.

Lüdenscheid, 26. Januar 2022