2G+- und Quarantäne-Regeln ab dem 16. Januar

Impfpass, Masken und ein Corona-Schnelltest
Unter anderem Personen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, können auf den Testnachweis im Rahmen der 2G+-Regel verzichten. Symbolfoto: Sven Prillwitz

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ist für einzelne Bereiche die sogenannte 2G+-Regel festgelegt. Das bedeutet, dass diese Angebote nur Personen offenstehen, die geimpft sind und zusätzlich ein negatives Testergebnis vorweisen können. Einige Personengruppen sind allerdings von der Testpflicht ausgenommen. Diese Gruppen hat das Land in der ab dem 16. Januar gültigen Verordnung noch einmal neu definiert. Außerdem gibt es Änderungen bei den Quarantäneregeln.

Die 2G+-Regel gilt aktuell unter anderem in folgenden Bereichen:

  • in der Gastronomie (außer für das bloße Abholen von Speisen und Getränken)
  • beim Sport in Innenräumen
  • in Schwimmbädern und bei Wellnessangeboten
  • beim gemeinsamen Singen im Chor und anderen künstlerischen Tätigkeiten, bei denen keine Maske getragen wird
  • bei privaten Feiern, bei denen unter anderem auch getanzt wird (Veranstaltungen, bei denen der Schwerpunkt auf dem Tanzen liegt, sind aktuell untersagt)
  • Karnevalsveranstaltungen und ähnliche Brauchtumsveranstaltungen in Innenräumen

Folgende Personengruppen können auf einen Testnachweis im Rahmen der 2G+-Regel verzichten:

  • Alle, die bereits ihre Auffrischungsimpfung ("Booster-Impfung"), also eine dritte Impfung gegen das Corona-Virus, erhalten haben. Auch Personen, die mit dem Impfstoff der Firma Janssen (Johnson & Johnson) geimpft wurden, benötigen drei Impfungen, um als "geboostert" zu gelten.
  • Personen, die bereits eine Corona-Infektion hatten und davor oder danach mindestens eine Impfung erhalten haben
  • Personen mit zwei Impfungen, bei denen die zweite Impfung mehr als 14 und weniger als 90 Tage zurückliegt
  • Genesene Personen, bei denen die Infektion (entscheidend ist das Datum des positiven PCR-Tests, durch den die Infektion bestätigt wurde) mindestens 28 und höchstens 90 Tage zurückliegt.

Diese Personengruppen müssen bei Kontakt zu einer infizierten Person (auch Haushaltsangehörige) auch grundsätzlich nicht mehr in Quarantäne.

Neue Quarantäne-Regeln

In der neuen Test- und Quarantäneverordnung des Landes NRW, die ebenfalls seit dem 16. Januar gültig ist, sind darüber hinaus weitere neue Quarantäne- und Isolierungsregel festgelegt. Hier die wichtigsten Regeln im Überblick:

Für Infizierte:

  • Bei einem positiven PCR- oder Schnelltest gilt eine zehntägige Isolierungspflicht.
  • Eine behördliche Anordnung ist dafür keine Voraussetzung mehr.
  • Die infizierte Person muss alle Kontaktpersonen der vergangenen zwei Tage informieren.

Wer mindestens 48 Stunden lang symptomfrei ist, kann sich nach sieben Tagen mit einem PCR- oder Schnelltest freitesten. Das negative Testergebnis muss mindestens einen Monat lang aufbewahrt werden. Sollten nach zehn Tagen noch Symptome bestehen, ist die Isolierung fortzusetzen.

Für Kontaktpersonen:

  • Für Haushaltsangehörige gilt automatisch eine zehntägige Quarantäne
  • Weitere Kontaktpersonen (z.B. nach einem privaten Treffen) müssen nicht automatisch in Quarantäne. Für sie gilt allerdings die Verpflichtung, alle nicht zwingend notwendigen Kontakte außerhalb des eigenen Haushaltes für zehn Tage zu meiden und sich bestmöglich abzusondern. Dazu gehört auch, wenn möglich, im Homeoffice zu arbeiten und in unvermeidbaren Kontaktsituationen eine Maske zu tragen.

Kontaktpersonen in Quarantäne können sich nach sieben Tagen, Schüler und Kita-Kinder bereits nach fünf Tagen freitesten. Das negative Testergebnis muss mindestens einen Monat aufbewahrt werden. Treten während der Quarantäne Symptome auf, ist ein PCR-Test notwendig.

Alle oben aufgeführten Personengruppen (Geboosterte etc.) müssen als Kontaktperson (auch als Haushaltsangehöriger) grundsätzlich nicht mehr in Quarantäne (siehe oben). Eine selbstständige Kontaktreduzierung sowie das Tragen einer medizinischen Maske bei Kontakt zu anderen Personen wird aber dringend bis zum 14. Tag nach dem letzten Kontakt zur infizierten Person empfohlen.

Lüdenscheid, 17. Januar 2022