Inzidenzstufe 1 für den Märkischen Kreis

Zwei OP-Masken liegen auf dem Kopfsteinpflaster der Wilhelmstraße.
Ab Donnerstag, 5. August, gelten für Lüdenscheid die Corona-Regeln der Inzidenzstufe 1. Foto: Sven Prillwitz

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Märkischen Kreis am Dienstag, 3. August, am achten Tag in Folge über dem Schwellenwert von 10. Aus diesem Grund gelten für den Märkischen Kreis - und somit auch für Lüdenscheid - ab Donnerstag, 5. August, die Corona-Regeln der Inzidenzstufe 1.

Kontaktbeschränkungen

Anders als in der Inzidenzstufe 0 greifen in Inzidenzstufe 1 wieder Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum: Beliebig viele Personen aus fünf Haushalten oder bis zu 100 Personen mit Negativtestnachweis dürfen aber noch zusammenkommen. Geimpfte und Genesene werden dabei nicht mitgezählt.

Maskenpflicht

In Innenbereichen besteht weiterhin grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer Maske. Das gilt beispielsweise für den Einzelhandel, Bus und Bahn, Taxis, Arztpraxen und ähnliche Einrichtungen, aber auch für Museen, Gottesdienste, Bildungsveranstaltungen oder bei der Erbringung körpernaher Dienstleistungen (z.B. Friseur). Darüber hinaus muss nun auch wieder im Freien in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie an Verkaufsständen, Kassen und Schaltern eine Maske getragen werden.

Einzelhandel

Die Kundenzahl ist begrenzt und richtet sich nach der Größe des Geschäfts. Pro 10 Quadratmetern darf ein Kunde eingelassen werden. Beim Einkauf muss eine medizinische Maske getragen werden.

Gastronomie

Die Innen- und Außengastronomie darf weiterhin ohne Negativtestnachweis genutzt werden. Kunden müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen, um die einfache Rückverfolgbarkeit sicherzustellen. Die Maskenpflicht entfällt nur am Platz. Zwischen den Tischen muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden oder eine bauliche Abtrennung (z.B. Plexiglas) vorhanden sein. In der Innengastronomie ist außerdem ein dauerhaftes oder mindestens regelmäßiges Lüften vorgeschrieben.

Das Personal ist verpflichtet, mindestens zweimal in der Woche einen Negativtestnachweis vorzulegen. Mitarbeiter, die mit Kunden in Kontakt kommen, müssen eine medizinische Maske tragen. Der Nachweis über eine vollständige Immunisierung ist dem Testnachweis gleichgesetzt.

Private Veranstaltungen und Partys

Private Veranstaltungen (keine Partys) sind in geschlossenen Räumen mit maximal 100 Personen und im Freien mit bis zu 250 Personen erlaubt, sofern Negativtestnachweise vorliegen und die einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist. Dies ist gewährleistet, wenn die Kontaktdaten aller Teilnehmer gesammelt werden. Die Maskenpflicht entfällt nur im Außenbereich und im Innenbereich an den Tischen, wenn die besondere Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist. Dies ist der Fall, wenn es einen Sitzplan gibt und genau nachgehalten wird, wer wo gesessen hat.

Partys sind mit bis zu 50 Personen in geschlossenen Räumen und bis zum 100 Personen im Freien erlaubt. Voraussetzung dafür sind Negativtestnachweise und die Sicherstellung der einfachen Rückverfolgbarkeit.

Sport

Kontaktsport ist mit bis zu 100 Personen erlaubt. Für den kontaktfreien Sport im Freien gibt es keine Beschränkungen. Für Fitnessstudios gilt: Es kann entweder auf die Negativtests oder den Mindestabstand verzichtet werden.

Sportveranstaltungen im Freien sind mit bis zu 25.000 Zuschauern, allerdings höchstens mit 50 Prozent der Kapazität möglich. Bei mehr als 5.000 Zuschauern sind ein genehmigtes Hygienekonzept sowie Negativtestnachweise erforderlich. Im Innenbereich sind maximal 1.000 Zuschauer bei einer Auslastung von höchstens 33 Prozent erlaubt. Voraussetzung dafür sind Negativtestnachweise, ein Sitzplan sowie die Einhaltung des Mindestabstands.

Kultur

Kulturelle Einrichtungen wie Museen, Galerien oder Bibliotheken können weiterhin ohne Termin und Testnachweis besucht werden. Führungen sind mit bis zu 20 Personen möglich, wenn die Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

Sofern auch für das Land die Inzidenzstufe 1 gilt, dürfen Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen stattfinden. Dabei darf entweder auf den Mindestabstand zwischen Sitzplätzen oder die Negativtestnachweise verzichtet werden. Veranstaltungen sind auch mit mehr als 1.000 Personen erlaubt, wenn Negativtestweise vorliegen, der Mindestabstand eingehalten wird und die Sitzplätze im Schachbrettmuster angeordnet sind.

Freizeit

Außeneinrichtungen wie Minigolf, Kletterparks oder Freibäder können ohne Testnachweis genutzt werden. Der Betrieb von Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen ist aktuell unzulässig. Ausnahmen gelten im Freien: Hier dürfen maximal 250 Personen eingelassen werden. Besucher benötigen einen negativen Test oder den Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung. Außerdem muss durch Aufnahme der Kontaktdaten die Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden.

Kinder- und Jugendarbeit

Gruppenangebote sind im Innenbereich mit bis zu 30 und im Freien mit bis zu 50 Teilnehmern auch ohne Testnachweis zulässig. Ferienangebote sind möglich, wenn zweimal pro Woche getestet wird.

Körpernahe Dienstleistungen

Körpernahe Dienstleistungen (z.B. Friseurbesuche) können weiterhin ohne Testnachweis in Anspruch genommen werden. Sowohl das Personal als auch die Kunden müssen eine medizinische Maske tragen. Die Kunden müssen außerdem ihre Kontaktdaten hinterlassen, damit die einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

Lüdenscheid, 04.08.2021