10. ZAK-Ausbildungsmesse im Kulturhaus

Unternehmen können sich ab sofort online anmelden

Ein Banner der ZAK Ausbildungsmesse vor dem Lüdenscheider Kulturhaus.
Foto: Sven Prillwitz

Die Corona-Pandemie hat die Berufsorientierung und die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz enorm erschwert. Jugendliche und Ausbildungsbetriebe hatten kaum Möglichkeiten, sich auf Messen oder während eines Praktikums persönlich kennenzulernen. Das soll sich bald wieder ändern: Am Donnerstag und Freitag, 16. und 17. September, ist die 10. ZAK-Ausbildungsmesse - unter strengen Hygienemaßnahmen - im Kulturhaus geplant. Interessierte Unternehmen können sich ab sofort und noch bis zum 16. April hier online zur Messe anmelden.

"Wenn die Pandemie-Lage im September es zulässt, möchten wir die Ausbildungsmesse unbedingt stattfinden lassen" so Dirk Aengeneyndt von der städtischen Wirtschaftsförderung. Ganz so wie immer könne es aber nicht ablaufen: Um mehr Raum und genügend Platz für breitere Gänge zu schaffen, wird es zum zehnjährigen Jubiläum der Messe deutlich weniger und kleinere Stände geben. Während in den Vorjahren über 90 Unternehmen aus der Region vertreten waren, sollen nur rund 40 Stände erlaubt sein.

Die Schülerinnen und Schüler bleiben während ihres Besuchs in ihren Gruppen und bewegen sich in einem Rundlauf durchs Gebäude. Für jeden Bereich ist ein bestimmtes Zeitfenster eingeplant, dann erfolgt ein Wechsel. Pro Durchgang dürfen drei Klassen ins Kulturhaus. Zwischen den Durchgängen wird es Pausen geben, in denen Oberflächen wie beispielsweise Tische oder Türklinken desinfiziert werden.

Anders als in den Vorjahren sind für die Ausbildungsmesse zum ersten Mal zwei Tage vorgesehen. An beiden Tagen können so die 9. Klassen die Messe besuchen, ohne dass es zu voll wird. Zu bestimmen Zeiten im Nachmittagsbereich sind dann, nach vorheriger Anmeldung, alle Jugendlichen willkommen, die sich über die Ausbildungsmöglichkeiten bei heimischen Firmen informieren möchten.

Pia Müller vom Fachdienst Wirtschaftsförderung, Projektsteuerung und Liegenschaften sieht in der Ausweitung auf zwei Messetage Chancen: "Ich könnte mir vorstellen, dass diese Entzerrung zu ruhigeren und tiefergehenden Gesprächen zwischen den Unternehmen und den Jugendlichen beiträgt. Die Aussteller können sich so mehr Zeit für die einzelnen Schülerinnen und Schüler nehmen."

Aengeneyndt und Müller sehen in Online-Angeboten wie beispielsweise der "Digitalen Ausbildungsmesse MK", die bereits am 6. Mai stattfindet, eine wertvolle Ergänzung. Das Gleiche wie ein persönliches Gespräch sei das aber nicht. "Ein Vorteil der Messe vor Ort ist zum Beispiel, dass die Aussteller auch auf die Jugendlichen zugehen können", weiß Müller. "Das ist gerade für junge Leute wichtig, die sich vielleicht nicht trauen, die Initiative zu ergreifen und potenzielle Arbeitgeber anzusprechen."

Falls die Zahl der Anmeldungen die erlaubte Anzahl an Ständen übersteigt, bekommen zuerst Unternehmen mit Sitz in Lüdenscheid einen Platz. Für Fragen stehen

zur Verfügung.

Lüdenscheid, 01.04.2020