Digitale Abschlussveranstaltung zum Fußverkehrs-Check

Breit gefächerte Empfehlungen für den Fußverkehr in Lüdenscheid

Workshop in Corona-Zeiten: Der Fußverkehrs-Check endete in Lüdenscheid mit einer Zoom-Konferenz. Foto: Sven Prillwitz
Workshop in Corona-Zeiten: Der Fußverkehrs-Check endete in Lüdenscheid mit einer Zoom-Konferenz. Foto: Sven Prillwitz

Der Fußverkehrs-Check endete in Lüdenscheid am Donnerstag, 12. November, auf digitalem Wege. Statt des geplanten Abschlussworkshops im Kulturhaus, setzten die Organisatoren auf eine Online-Konferenz, in der Andrea Fromberg und Jörg Thiemann-Linden vom Planungsbüro VIA ihre Empfehlungen für den Fußverkehr in Lüdenscheid präsentierten.

Rund 20 Teilnehmer saßen zu Beginn der Konferenz um 17 Uhr vor ihren Bildschirmen. Bürgermeister Sebastian Wagemeyer nutzte die Gelegenheit, allen Beteiligten für ihren Einsatz zu danken. Wiebke Weltring vom Zukunftsnetz Mobilität NRW gab einen kurzen Rückblick auf den bisherigen Ablauf: Auftaktworkshop im August, zwei Begehungen des erweiterten Innenstadtbereichs im September - und jede Menge Anregungen und Verbesserungsvorschläge von den Bürgerinnen und Bürgern, die am Check teilgenommen haben.

Empfehlungen gliedern sich in drei Handlungsfelder

Auf Grundlage dieser Anregungen hat das Planungsbüro VIA seine Empfehlungen entworfen. Das Ziel: das Zufußgehen in Lüdenscheid attraktiver machen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen lassen sich drei verschiedenen Handlungsfeldern zuordnen: "Sicherheit", "Einschränkung der Bewegungsfreiheit" und "Aufenthaltsqualität".

Das Handlungsfeld "Sicherheit" bildet dabei die Basis für den Fußverkehr. Beispielsweise schlägt das Planungsbüro vor, am Busbahnhof an der Sauerfelder Straße eine neue Fußgängerampel einzurichten, um zu verhindern, dass Passanten die stark befahrene Straße ungesichert überqueren, weil sie den Umweg durch die Unterführung aussparen wollen.

Im Bereich "Einschränkung der Bewegungsfreiheit" setzt das Planungsbüro unter anderem auf die Ausbesserung der Oberflächen von Gehwegen, längere Grünphasen für Fußgänger, die Beseitigung von Hindernissen und Umwegen sowie die Ausweitung eines taktilen Leitsystems für Menschen mit Sehbehinderung. Zur Verbesserung der "Aufenthaltsqualität" gehört beispielsweise eine angemessene Möblierung des öffentlichen Raums, insbesondere in Form von Sitzmöglichkeiten.

Die Umsetzung und weitere Möglichkeiten zur Beteiligung

"Einige kleinere Maßnahmen, zum Beispiel im Bereich der Instandsetzung, können kurzfristig umgesetzt werden", so Nina Niggemann-Schulte, die den Check von Seiten der Stadt betreut. "Größere Maßnahmen sind vom politischen Beschluss und dem Haushalt abhängig. Für einzelne Maßnahmen können möglicherweise Fördermittel beantragt werden." Durch die vielfältigen Empfehlungen und die Beteiligung der Öffentlichkeit sei der Check rundum erfolgreich verlaufen. Das Thema Fußverkehr sei damit aber längst nicht abgeschlossen.

Wer an der Online-Konferenz nicht teilnehmen konnte, sich aber trotzdem für das Thema interessiert, kann unten die Präsentation zu der Veranstaltung herunterladen. Den Link zum Mitschnitt der Abschlusskonferenz können Interessierte per E-Mail anfordern. Ebenfalls per E-Mail (nina.niggemann-schulte@luedenscheid) oder telefonisch (02351 17-1672) nimmt Nina Niggemann-Schulte vom Fachdienst Verkehrsplanung und -lenkung bis zum 30. November Anregungen entgegen, die dann noch in die Auswertung des Fußverkehrs-Checks miteinfließen.

Lüdenscheid, 16.11.2020