Bundesweiter Warntag am Donnerstag

Sammelsurium von Kinderspielzeug
Stockfoto: Ben Pham/unsplash.

In ganz Deutschland heulen am kommenden Donnerstag, 10. September, zeitgleich die Sirenen: Für den ersten bundesweiten Warntag wird um 11 Uhr ein Probealarm ausgelöst. Der Testlauf dauert 20 Minuten. In Lüdenscheid werden an acht Stellen im Stadtgebiet die Sirenen losgehen.

Insgesamt 29 Standorte sieht das digitale Sirenennetz für die Bergstadt vor. Wie geplant hat die von der Stadtverwaltung beauftragte Fachfirma in diesem Jahr mit der Installation der ersten Warnanlagen begonnen, die bereits an das Modulare Warnsystem des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) angebunden sind. Diese voll funktionsfähigen Sirenen befinden sich an den acht folgenden Standorten:

  • Mosaikschule, Dannenbergstraße
  • Berufskolleg am Raithelplatz
  • Kluser Schule, Kluser Straße
  • Vereinshalle Brügge, Volmestraße
  • Zentrallager Mark-E AG, Aßmannstraße
  • Märkische Kliniken, Paulmannshöher Straße
  • Dietrich-Bonhoeffer-Seniorenzentrum, Bonheofferstraße
  • Stadtreinigungs-, Transport - und Baubetrieb Lüdenscheid (STL), Am Fuhrpark

Einen genauen Termin zur Fertigstellung des gesamten Sirenennetzes gibt es bislang nicht. "In Deutschland gibt es nur sehr wenige Fachfirmen, und das Corona-Virus hat für Verzögerungen gesorgt. Wir hoffen aber, dass die Sirenen spätestens 2022 an allen vorgesehenen Standorten einsatzbereit sind", sagt Martina von Schaewen, Leiterin des Fachdienstes Recht, Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Lüdenscheid.

Beim bundesweiten Warntag handelt es sich um eine gemeinsame Aktion von Bund, Ländern und Kommunen. Mit dem Probealarm soll die Warn-Infrastruktur getestet werden, zu der neben Sirenen auch Warn-Apps wie "NINA", eine Software des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, und digitale Flächen im öffentlichen Raum gehören. Außerdem gehen Alarmierungen auch bei Nachrichtenmedien ein.

Der Warntag dient auch dazu, die Bevölkerung für Alarmierungen zu sensibilisieren. Über die Sirenen können Menschen unter anderem vor extremen Unwettern, Großbränden oder Angriffen gewarnt werden.

Der bundesweite Warntag soll künftig an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden, haben Bund und Länder angekündigt. Weitere Infos dazu finden sich online: https://warnung-der-bevoelkerung.de/

Lüdenscheid, 08.09.2020