Personalprobleme verzögern Freigabe

Fußgängerbrücke "Am Kattendiek": Restarbeiten stehen aus

Ordnungsamt
Am Mittwoch wurden die Baugruben an den Auflagen der Brücke mit Beton verfüllt. Foto: Karsten Koppmeier.

Die Freigabe der neuen Fußgängerbrücke „Am Kattendiek“ lässt noch auf sich warten: Noch immer sind einige Restarbeiten zu erledigen. Die bauausführende Firma begründet das mit personellen Engpässen.

„Das ist sehr ärgerlich, denn wir wollten die Brücke ja bereits in der ersten August-Hälfte wieder freigeben“, sagt Heino Lange, Werkleiter des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebes Lüdenscheid (STL). Ursprünglich lief auch alles nach Plan: Ende Juli wurde das rund 25 Meter lange und drei Meter breite Stahlgerüst, das über die Bahngleise führt, angeliefert und von einem Kran eingehoben. Anschließend wurde die Brücke montiert.

Danach passierte leider nicht mehr viel. „Die zuständige Firma hat uns erklärt, momentan zu viele Aufträge und gleichzeitig zu viele Personalausfälle zu haben“, erklärt Lange. Immerhin: Am Mittwoch verfüllten Arbeiter mit einem Radlader die Baugruben, die sich an den Brückenauflagen befinden, mit Beton.

STL: Arbeiten werden wohl noch "zwei bis drei Wochen" dauern

Wie lange die weiteren Restarbeiten dauern werden, habe die Firma nicht genau sagen können, so Lange. Aber: „Zwei bis drei Wochen wird es sicher noch dauern, denn auch die Versorgungsleitungen entlang der Brücke müssen noch verlegt werden.“

Im Januar wurde die alte Brücke, die den „Wikingerweg“ und „Im Winkel“ über die Bahngleise hinweg miteinander verband, abgerissen. Das Holzgeländer und die Holzbohlen waren – unter anderem durch Pilzbefall und Fäulnis – derart stark beschädigt, dass eine Sanierung des Bauwerks nicht mehr infrage kam. Die neue Brücke verursacht nach Angaben des STL Kosten in Höhe von rund 400.000 Euro.

Lüdenscheid, 03. September 2020