Rückkehr aus Risikogebiet streng geregelt

Corona-Einreiseverordnung: hohe Bußgelder bei Verstößen

Urlaub
Bevor es in den Urlaub geht, sollte man sich auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes darüber informieren, welche Länder gerade als Corona-Risikogebiet gelten. Foto: Sven Prillwitz

Achtung bei der Urlaubsplanung: Wer in ein Land reist, das als Corona-Risikogebiet eingestuft wird, muss sich nach der Rückkehr umgehend für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Außerdem muss das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises unverzüglich kontaktiert werden. Ein Verstoß gegen die Vorgaben der Corona-Einreiseverordnung des Landes NRW kann richtig teuer werden.

So drohen etwa Bußgelder von bis zu 10.000 Euro, wenn sich jemand nicht an die Quarantäne-Pflicht hält. Gar 25.000 Euro können es werden, sollte ein Rückkehrer aus einem Risikogebiet die Vorgaben missachten und zur Arbeit gehen. Das Ordnungsamt der Stadt Lüdenscheid appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, die Regelungen der Einreiseverordnung ernst zu nehmen und zu befolgen: „Wir möchten solche Bußgelder nicht erheben, sind aber bei Verstößen dazu verpflichtet und werden das auch konsequent tun.“

Bislang hat das Ordnungsamt ein Bußgeld in Höhe von 400 Euro gegen eine Lüdenscheiderin verhängt. Die Frau hatte sich nach der Rückkehr aus einem als Risikogebiet eingestuften Land weder beim Ordnungsamt gemeldet noch an die häusliche Quarantäne gehalten. Auf Anordnung des Gesundheitsamtes muss die Bürgerin nun zu Hause bleiben. Das Ergebnis des in Lüdenscheid vorgenommenen Tests auf eine Infektion mit dem Corona-Virus steht noch aus.

Robert-Koch-Institut listet Risikogebiete auf

Die Stadt Lüdenscheid verweist auf die Homepage des Robert-Koch-Instituts. Dort findet sich eine fortlaufend aktualisierte Liste aller Länder, die die Bundesregierung als Risikogebiete einstuft. Hier besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus. Link: https://bit.ly/2D4TLbi

Wer aus einem solchem Land zurückkehrt, muss sich auf direktem Weg nach Hause begeben und umgehend beim Gesundheitsamt melden. Die Behörde entscheidet dann über das weitere Vorgehen. In der Regel ist eine Quarantäne erforderlich, die 14 Tage gilt – und per Ordnungsverfügung auch formal angeordnet wird. Das Ordnungsamt kontrolliert in diesem Zeitraum in unregelmäßigen Abständen, ob sich Betroffene zu Hause aufhalten. Besuch ist in dieser Zeit nicht erlaubt.

Corona-Test kann Quarantäne verkürzen

Allerdings kann die Quarantäne auch vorzeitig aufgehoben werden. Voraussetzung dafür: ein Abstrich beim Hausarzt für einen Corona-Test, der negativ ausfallen muss. Die Kosten dafür trägt jeder selbst. Das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises weist darauf hin, dass mit dem jeweiligen Hausarzt im Vorfeld ein Termin abzustimmen ist, über den auch das Ordnungsamt informiert werden muss. Die Arztpraxis muss auf direktem Wege angesteuert werden – und ohne öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Ein Corona-Test darf auch maximal 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland gemacht werden. Das Ergebnis wird allerdings nur dann anerkannt, der Test in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union gemacht wurde. Von den Regelungen der Einreiseverordnung sind gewisse Personengruppen ausgenommen. Nähere Informationen dazu finden sich unter „§2 Ausnahmen“ der Corona-Einreiseverordnung (siehe Link).

Kontakt zum Gesundheitsamt des Märkischen Kreises:

Tel. 02352/966 7273 (Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr)

E-Mail: cs@maerkischer-kreis.de

Die Corona-Einreiseverordnung des Landes NRW