Erstattung der Kita-Beiträge für April und Mai läuft

Kita
Symbolfoto: Sven Prillwitz

Die Stadt Lüdenscheid hat damit begonnen, die Eltern-Beiträge für Kitas und Kindertagesbetreuung für die Monate April und Mai zu erstatten. Schwierigkeiten mit dem elektronischen Abrechnungssystem hatten die Rückzahlung bislang verzögert. Aus diesem Grund müssen Eltern auch die Gebühren für Juni und Juli zunächst entrichten, ehe die Hälfte des Geldes für diese beiden Monate erstattet wird. Die Verwaltung bittet um Verständnis.

„Über unser Abrechnungssystem sind Erstattungen leider nicht mit einem Fingerschnips zu machen. Das Ganze hat sich als äußerst kompliziert und mühselig erwiesen und bedeutet noch immer einen enormen organisatorischen Aufwand. Daher hat es mit den Erstattungen für April und Mai auch so lange gedauert“, teilt der Fachdienst Jugendamt – Kindestageseinrichtungen mit.

Geduld ist auch nochmal für die Monate Juni und Juli gefragt: Die Beiträge für Kindertagesstätten und Kindertagesbetreuung müssen Eltern zunächst komplett abbuchen lassen bzw. überweisen. Die Erstattung von jeweils 50 Prozent der Gebühren erfolgt dann ebenfalls rückwirkend. Ein genauer Zeitpunkt für die Rückzahlung lasse sich derzeit noch nicht nennen, erklärt der Fachdienst: „Wir versuchen, das zu lösen. Wir bitten um Verständnis.“

Beiträge für OGS entfallen ebenfalls 

Die Beiträge für Offene Ganztagsschulen (OGS) und sonstige außerschulische Angebote für die Monate April und Mai sollten den Eltern inzwischen erstattet worden sein. Dazu hat die Stadt Lüdenscheid die einzelnen Träger der Einrichtungen angewiesen. Ende Mai sagte die nordrhein-westfälische Landesregierung für die Monate Juni und Juli zu, dass Eltern nur die Hälfte der üblichen Gebühren zahlen müssen. Auch für diese Erstattung sind die jeweiligen Träger zuständig – ebenso wie für Fragen nach der Rückzahlung von Essensgeld.

Darüber hinaus nimmt der Fachdienst Jugendamt – Kindertageseinrichtungen der Stadt Lüdenscheid Stellung zur Kritik am eingeschränkten Regelbetrieb in den Kitas. Hintergrund: Ab Montag, 8. Juni, werden wieder alle Kinder in den Kitas betreut – allerdings zehn Stunden weniger pro Woche. Das sorgt vor allem bei Eltern für Unverständnis. Der Fachdienst begründet diese Regelung vor allem mit Blick auf die personelle Situation: „Uns stehen aktuell 20 bis 25 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher nicht zur Verfügung.“

Reduzierter Regelbetrieb: Schutz der Corona-Risikogruppe

Dabei handelt es sich um Personen, die älter als 60 Jahre sind, Vorerkrankungen aufweisen oder schwanger sind. Das Robert-Koch-Institut ordnet solche Menschen der Risikogruppe zu, also vom Corona-Virus besonders gefährdeten Personen. Zudem weist der Fachdienst darauf hin, dass der reduzierte Stundenumfang auch eine Anordnung der Landesregierung sei.

Vorgesehen ist, die Betreuung der Kinder in den Kitas jeweils an fünf Tagen pro Woche anzubieten. Die genauen Uhrzeiten hat jede Einrichtung nach Rücksprache mit den Eltern festgelegt. „Wir haben versucht, für alle Beteiligten die günstigste Lösung zu finden“, versichert die Fachdienstleitung – und bittet um Geduld: „Auch für uns ist die aktuelle Situation komplettes Neuland. Wir befinden uns in einem Prozess und müssen gucken, wie sich die Lage entwickelt. Dann kann man nach Bedarf schauen, wo Änderungen vorgenommen werden müssen.“

Lüdenscheid, 08. Juni 2020