Neubau der Musikschule am Staberg wächst

Erste Betonwände werden gegossen

Baustelle Musikschule
Auf der Baustelle der neuen Musikschule geht es voran. Fotos: Marit Schulte

"Hier stehen wir im neuen Mehrzweckraum", erklärt Christine Kanngießer vom Büro KKW Architekten. Während man auf der Bodenplatte steht und nach oben in Wände von Betonschalungen zwischen Bewehrungen und Gerüsten schaut, kann man sich das als Laie noch nicht so richtig vorstellen. Doch jeden Tag wächst der Neubau der städtischen Musikschule am Staberg ein Stück weiter. Nur einen Schritt weiter auf der Betonplatte steht man dort, wo schon bald die Bühne der Musikschule entsteht, zwei Schritte weiter im Instrumentenlager. Dahinter ist der neue Schlagwerkraum - natürlich schalltechnisch isoliert - geplant.

Schon in dieser Woche sollen die Wände des neuen Mehrzweckraumes aus Beton gegossen werden. Parallel dazu laufen vorbereitende Arbeiten für die Elektroinstallation. Dann folgen Schritt für Schritt die weiteren Gebäudeteile. Bis zum Herbst soll der Rohbau stehen. Dann folgt der Einbau der Fenster. "Wir hoffen, dass bis zum Winter alles dicht ist, so dass wir dann mit dem Innenausbau weitermachen können", erklärt Gudrun Abendroth. Sie ist Projektleiterin für alle Hochbaumaßnahmen im Rahmen des Projektes "Mensch Altstadt" bei der städtischen Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW).

Baustelle Musikschule
Gudrun Abendroth (links) von der Zentralen Gebäudewirtschaft der Stadtverwaltung und Christine Kanngießer (KKW Architekten) besuchen regelmäßig die Baustelle.

Der Neubau der Musikschule ist in dem Projekt mit Abstand die größte Hochbau-Maßnahme. In fußläufiger Nähe zu zwei Gymnasien, dem Kulturhaus, den Museen, der Stadtbücherei, der Volkshochschule sowie der Innenstadt entsteht hier ein Ort zum gemeinsamen Musizieren für Jung und Alt. Damit wird das Netz von Kultur- und Bildungseinrichtungen in der Alt- und Oberstadt noch enger geknüpft.

Die Bauarbeiten sind gut im Zeitplan, denn dank des milden Winters konnte auf der Baustelle seit dem ersten Spatenstich im Dezember fast durchgängig gearbeitet werden. Für das Architekturbüro WW+ aus Trier, dessen Entwurf umgesetzt wird, übernimmt das Lüdenscheider Büro KKW Architekten die Bauleitung vor Ort. Die Architektinnen Christine Kanngießer (KKW) und Gudrun Abendroth (ZGW) kennen die Baustelle und die Baupläne in und auswendig. Immer wieder stimmen sie sich mit allen Beteiligten, wie zum Beispiel Baufirmen, Installateuren und Planern, in Baubesprechungen darüber ab, wie die nächsten Schritte aussehen. Auf diese Weise kann es auf der Baustelle weiter so reibungslos vorangehen wie in den vergangenen Monaten.

Lüdenscheid, 16.04.2020