Corona: STL trifft Schutzmaßnahmen

Sicherung der Müllentsorgung durch neue Regelungen

STL
Ansteckungungsgefahr vermeiden und damit die Abfallentsorgung in Lüdenscheid aufrechterhalten: Der STL sieht sich für die Corona-Krise gerüstet. Foto: Rolf Rutzen

Verkürzte Öffnungszeiten, „Einlasskontrollen“ und vorübergehend zwei zusätzliche Standorte: Auch der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) hat diverse Schutzmaßnahmen getroffen, um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus so gering wie möglich zu halten.

Die folgenden Maßnahmen gelten zunächst auf unbestimmte Zeit:

  • Der Recycling-Hof ist ab sofort von montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Die bislang üblichen zwei Stunden zum Abend hin entfallen.
  • Samstags bleibt der Hof komplett geschlossen.
  • Am Tor sorgen STL-Mitarbeiter dafür, dass maximal 15 Fahrzeuge das Gelände befahren und Kunden einen gewissen Abstand zueinander einhalten.
  • Das Personal des Wertstoff-Hofs packt – anders als sonst – beim Ausladen und Entsorgen ausnahmsweise nicht mit an. Die Mitarbeiter beraten Bürger aber und helfen mit einem gewissen Sicherheitsabstand.
  • Das Kassenhäuschen darf nur noch bei wirklich dringenden Angelegenheiten nach vorheriger Terminvereinbarung betreten werden.

„Es handelt sich um reine Vorsichtsmaßnahmen, die wir für die Gesundheit der Bürger, aber auch für unser Personal treffen. Auch im Arbeitsalltag müssen wir sicherheitshalber Kontakte mit anderen Personen vermeiden, so gut es geht, um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten“, sagt Andreas Fritz, stellvertretender Werksleiter des STL. Das sei während der Corona-Krise „wichtig, um die Abfallbeseitigung aufrechterhalten zu können.“

Wichtigste Aufgabe: Abfuhr von Hausmüll

Dazu gehört auch, dass 35 STL-Mitarbeiter und neun Fahrzeuge ab sofort auf dem Gelände der Theodor-Heuss-Realschule untergebracht sind. Von hier aus rücken sie aus, um Hausmüll einzusammeln und zu entsorgen. Darüber hinaus hat der STL einige Mitarbeiter, die für die Grünpflege zuständig sind, am Nattenberg einquartiert.

Die Abfuhr und Entsorgung von Hausmüll bleibe die wichtigste Aufgabe. Zu diesem Zweck gibt es laut Andreas Fritz auch ein Personalkonzept für den Fall, dass einzelne Mitarbeiter sich mit dem Coronavirus infizieren und in Quarantäne geschickt werden sollten.