Große Ehre für Naturschützer Klaus Dieter Woidasky

Bundesverdienstkreuz
Landrat Thomas Gemke (links) und Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas (rechts) bednakten sich bei Klaus Dieter Woidasky und seiner Frau Hannelore für ihr Engagement als Naturschützer. Fotos: Sven Prillwitz / Stadt Lüdenscheid

Klaus Dieter Woidasky ist am Freitag, 7. Februar, im Lüdenscheider Rathaus mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Damit werden die besonderen Verdienste des 78-Jährigen um den Naturschutz im Märkischen Kreis gewürdigt.

Klaus Dieter Woidasky arbeitet seit der Gründung des Fördervereins Naturschutz Märkischer Kreis im Jahre 1983 als dessen Geschäftsführer. Fast 2,7 Millionen Quadratmeter schützenswerte Naturflächen hat der Verein seitdem in der Region mit Hilfe von Spenden und Zuschüssen erworben und teilweise gepachtet. Mehr als 40 Einzelprojekte zur Schaffung naturnaher Biotope haben die Naturschützer umgesetzt. An allen Grundstücksverhandlungen und dem gesamten operativen Geschäft des Vereins ist Woidasky als Geschäftsführer bis heute beteiligt.

Ein Ehrenamt so lange und mit so viel Hingabe auszuüben, sei „beispielgebend für ein überaus lobens- und anerkennenswertes erfolgreiches bürgerschaftliches Engagement“, sagte Thomas Gemke. Der Landrat des Märkischen Kreises lobte Woidaskys organisatorische Fähigkeiten, seine handwerklichen Fähigkeiten und sein Verhandlungsgeschick.

Spenden statt Geschenke zur Goldenen Hochzeit

Außerdem erinnerte Gemke daran, dass der Geehrte und seine Frau Hannelore bei den Feierlichkeiten zu ihrer Goldenen Hochzeit im Jahr 2016 auf Geschenke verzichtet hatten. Stattdessen hatte das Ehepaar die Gäste um Spenden für den Förderverein Naturschutz MK gebeten – und damit rund 1300 Euro gesammelt.

Klaus Dieter Woidasky richtete den Blick bereits auf die Zukunft und die nächsten Projekte des Fördervereins Naturschutz Märkischer Kreis.

Bürgermeister Dieter Dzewas bezeichnete Woidaskys seit über dreieinhalb Jahrzehnten andauernde ehrenamtliche Tätigkeit für den Verein als „beeindruckenden Beleg für Kontinuität“, aber auch für Erfolge und Wertschätzung. Das fleißige, beharrliche und zuverlässige Engagement des pensionierten Stadtamtsrats sei ein „Glücksfall für den Naturschutz, die Stadt Lüdenscheid und den gesamten Märkischen Kreis“, so Dzewas weiter.

Woidasky selbst betonte, die Auszeichnung „stellvertretend für alle im Verein, die Verantwortung für unsere Projekte getragen haben und noch tragen werden“ entgegenzunehmen. Bislang habe der Förderverein rund 3,4 Millionen Euro für den Kauf und die Pacht von Naturschutzflächen aufgewendet. Auch wegen der hohen Summen wäre es wünschenswert, dass der Märkische Kreis sich wieder – wie schon von 1985 bis 2013 – an der Finanzierung von Vereinsprojekten beteiligt, sagte Woidasky. Zumal es nach wie vor reichlich zu tun gebe: Die Naturschützer arbeiteten bereits an neuen Projekten. Im März wollten sie den Kauf einer neuen Fläche in Meinerzhagen abschließen.

Höchste Auszeichnung für Verdienste um das Gemeinwohl

Woidasky, 1942 in Schweidnitz geboren und seit 1949 wohnhaft in Lüdenscheid, engagiert sich in weiteren Vereinen, die sich dem Naturschutz verschrieben haben. Zudem war er Vertreter der „Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW“ im Landschaftsbeirat des Märkischen Kreises. In der Evangelischen Kirchengemeinde Brüninghausen und im SPD-Ortsverein Lüdenscheid bringt er sich ebenfalls als aktives und geschätztes Mitglied ein.

Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wird von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen. Es ist die höchste Auszeichnung, die einem Bundesbürger für Verdienste um das Gemeinwohl zugesprochen werden kann.

Lüdenscheid, 10.02.2020