Öffentliche Sonntagsführung: Paul Wieghardt am Bauhaus in Weimar

Paul Wieghardt als Vorsitzender der Fakultät für Bildende Künste am Art Institute of Chicago, 1967, Fotograf unbekannt, Sammlung Wieghardt Berlin
Paul Wieghardt als Vorsitzender der Fakultät für Bildende Künste am Art Institute of Chicago, 1967, Fotograf unbekannt, Sammlung Wieghardt Berlin

Am Sonntag, 26. Januar, um 15 Uhr lädt die städtische Galerie zu einer öffentlichen Sonntagsführung durch die Ausstellung „Paul Wieghardt – Coming and going“ ein. Bei dem begleiteten Rundgang durch die Ausstellung zum Werk Paul Wieghardts wird sich Dr. Susanne Conzen, Leiterin der Galerie der Stadt Lüdenscheid, neben der Vorstellung der unterschiedlichen Werkphasen des Künstlers schwerpunktmäßig mit seiner Zeit am Staatlichen Bauhaus Weimar beschäftigen. Der Eintritt kostet 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro) pro Person, zuzüglich 1 Euro für die Führung.

Paul Wieghardt, 1897 in Lüdenscheid geboren, besuchte nach einer Lehre im väterlichen Malerbetrieb die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Köln. Es folgten ein Semester am Bauhaus in Weimar und schließlich das mehrjährige Studium der FreienKunst an der renommierten Dresdner Akademie. In den USA, wo Wieghardt und seine Frau Nelli ab 1940 ihre neue Heimat fanden, war er vor allem auch „Bauhaus-Schüler“ – einer jener, die bei Paul Klee in Weimar studiert hatten, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, László Moholy-Nagy und Oskar Schlemmer begegnet waren. Der Transfer der am Bauhaus entwickelten und praktizierten Programme hatte ab 1933 durch die Emigration von Bauhaus-Lehrern und Schülern zu einem vielbeachteten und anerkannten Weiterleben, wenn auch unter gewandelten Bedingungen, geführt. Für Paul Wieghardt sollte der kurze Aufenthalt am Bauhaus in Weimar letztendlich die Grundlage seiner Lehrtätigkeit an der School of the Art Institute und am Illinois Institute of Technology in Chicago sein.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der in den Museen der Stadt zum Preis von 19,80 Euro erhältlich ist.

Lüdenscheid, 23.01.2020

Mehr Informationen auf der Seite der Städtischen Galerie